HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
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Im Vorfeld der Siebten Schäßburger Heimattage 1994Wenn man sich der Vorbereitung der Siebten Heimattage widmet, wird man
unweigerlich daran erinnert, daß die Zahl "Sieben" bei
vielen Völkern dieser Erde eine fast schon religiös-mystische
Bedeutung hat. Beispiele gibt es viele bei Hebräern, Ägyptern,
Griechen, Indern, Malayen, Tataren u. a. Alle werden sich daran erinnern,
daß die Woche, in der Gott -einschließlich Ruhetag -einst
die Welt erschuf, schon damals aus sieben Tagen bestand; oder aber auch
an Pharao's Traum, wonach auf sieben fette Jahre sieben magere folgten.
Weniger bekannt ist jedoch, daß bei den Tataren, die einst unsere
Heimat heimsuchten, sieben Kudais, hinter einem Vorhang sitzend, die Gestorbenen
und Geborenen in ein großes Buch eintrugen. Ein Blick zurück: Vom ersten Treffen ist nur überliefert, daß Eduard Dürr die Festrede hielt und Hans Markus die 80 Teilnehmer mit seinem Gesang erfreute. Ob dies oder die "Tokane bäs unt Knä" die Anwesenden mehr begeisterte, ist nicht überliefert, wohl aber, daß man sich schon für das nächste J ahr verabredete. Das zweite Treffen war dann schon "programmatischer". Es war Mai. Was lag da näher, als an das Skopationsfest zu erinnern. Die Festrede hielt Eduard Dürr und schlug bei seinem "Ausflug in die bewegte Vergangenheit unserer Heimatstadt" einen großen Bogen von der Wietenbergkultur bis zurGegenwart. Dazu gehörte dann eben auch die Hilfe für die Zurückgebliebenen und die Betreuung der Neuankömmlinge, wofür sich Eduard Dürr und Julius Jobi, dann aber auch Dr. Hans Balthes, Mimi Reinhardt, Josef Breihofer, Ernst Graf und Emil Tausch zur Verfügung stellten. In einem Diavortrag erinnerte Walter Lingner an die Überschwemmungen und zeigte auch Bilder von den Umbauarbeiten in Schäßburg. Die Grüße der Landsmannschaft überbrachte Robert Gassner. Den Dank an die Adresse der Organisatoren Eduard Dürr und Ernst Graef, an Sissi Mätz (Frank) und ihren fleißigen Helferinnen in der Kirche, sowie an Hans Kellner brachte Dr. Hans Balthes zum Ausdruck. Die Festrede von Eduard Dürr zum dritten Schäßburger
Treffen .war der Erinnerung gewidmet, ebenso die Grußadresse des
Landesvorsitzenden NW Robert Gassner. Dr. Gust Wonnerth überbrachte
in sächsischer Mundart die Grüße des Vorsitzenden der
Landsmannschaft Dr. Wilhelm Bruckner. Nach der Kaffeepause folgte ein
umfangreiches Programm: Walter Lingner begeisterte durch einen stimmungsvollen
Diavortrag, Dr. Roland Melzer durch einen Vortrag über 50 Schäßburger
Persönlichkeiten. Nach der obligaten "Tokana mit Saurem"
brachte Prof. Egon Machat seine "Humoristischen Erzählungen
aus Schäßburg" und Prof. Hans Weber Anekdoten über
Prof. Karl Roth ("Fisi") zu Gehör. Aus Anlaß der vierten Heimattage auf der Drabenderhöhe hielt Dr. Hans Balthes die Festrede, die der Erinnerung an unsere Heimatstadt, dann aber auch der Geschichte unseres Volkes gewidmet war. Auch sprach er der Landsmannschaft Dank für die Familienzusammenführung aus. Dieses Heimattreffen war zusätzlich durch eine von Kurt Leonhardt, Friedrich Müller und Ernst Graef organisierte und von Heike Hügel vorgestellte Bilderausstellung geprägt. Walter Lingner bot einen hervorragend stimmungsvollen Diavortrag zur baugeschichtlichen Entwicklung der Stadt in den letzten vier Jahrhunderten. So wurde auch über die Baugeschichte, aber auch über die Ahnenforschung (Ernst Graef), diskutiert und dabei die Erstellung eines umfassenden Schäßburg-Buches angeregt. Aus seinem Repertoire sang Hans Markus fröhliche Lieder, aus seinem Buch las Karl Gustav Reich humoristische Gedichte. lm Jahre 1985 deutete sich ein Generationswechsel und eine neue Zielsetzung an. In der "SZ" ( 15. 11. 1985) erschien die Einladung zu einer Adventfeier (30. II. 1985), um bei dieser Gelegenheit über die Gründung einer Nachbarschaft "zu plaudern". Die Einladung trägt die Unterschrift von Helmut Müller. Das Treffen fand statt, wurde von einem Diavortrag von W alter Lingner "Schäßburg gestern und heute" untermalt und führte zur Gründung der Schäßburger Nachbarschaft. Zum Nachbarschaftsvater wurde Fritz Breihofer gewählt, dem Vorstand gehörten außerdem Kurt Bartmus, Helmut Müller, Jinni Schuster und Gerhild Feder an. Damit war auch ein Gremium vorhanden, das sich der Organisation der Heimattreffen 1988 und 1991 verpflichtet fühlte. Am 13./14. Mai 1988 traf man sich erstmalig in der Festhalle Heilbronn,
begrüßt vom Nachbarschaftsvater Fritz Breihofer. dann aber
auch vom OB Dr. M. Weinmann, dem Landesvater unserer Landsmannschaft Richard
Löw und Vertretern von Kirche und Diakorne, Pfarrer Elsner und Diakon
Siemiatkowski. Der Sonntag war dem gemeinsamen Kirchgang Vorbehalten. Pfarrer Elsner und Diakon Siemiatkowski hatten den Gottesdienst liebenswürdigerweise vorbereitet, die Predigt hielt Pfarrer Günther Lutsch, Schäßburg. Der Rest des Tages war der Stadtbesichtung und dem geselligen Ausklang gewidmet. Begeistert und mit Dank erfüllt für das sehr gelungene Treffen verabschiedeten sich 1200 Schäßburger mit "Aufwiedersehen zum nächsten Mal". Und weil es so schön war, traf man sich am 31. August/ 1. September
1991 wieder in Heilbronn an gleicher Stelle über 1000 Schäßburger.
Inzwischen bekannte Gesichter begrüßten erfreut die angereisten
Gäste: Nachbarschaftsvater Fritz Breihofer, OB Dr. M. Weinmann, Richard
Löw, wie auch Kirche und Diakonie, vertreten durch Pfarrer Saar und
Diakon Siemiatkowski. Die Begrüßung galt besonders den 50 "per
Bus" aus der alten Heimat angereisten Schäßburgern. Am 15. Mai 1993 kam es zur Gründung unserer Heimatortsgemeinschaft
Schäßburg in Bad-Mergentheim. von den aus dem ganzen Bundesgebiet
geladenen Gästen trafen sich 32 und berieten die Zielrichtung der
Gemeinschaft der Schäßburger für die Zukunft. Als eine
der Aufgaben stellte man sich die Organisation der nächsten Schäßburger
Heimattage. Heinz Brandsch
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