HOG-Schäßburg / Siebenbürgen


Die HOG als Basis der Familienforschung

Allenthalben beobachtet man das Bemühen unserer Landsleute, sich der Familienforschung anzunehmen, um ihren Kindern und Kindeskindern Nachrichten über ihre Vorfahren zu hinterlassen.
Auch von vielen Schäßburgern ist solches Bemühen bekannt.
Unter ihnen hat sich Ernst Graef bereits Verdienste erworben, indem er über den Rahmen seiner Familie hinaus auch anderen zur Hand ging. Wohin wir auch sehen, lauter ehrenwerte Handarbeit.
Inzwischen gibt es aber auch schon eine Projektgruppe "EDV-Genealogie Siebenbürgen", als deren Koordinator im AKSL Dr. Christian Zaminer tätig wurde. Wer den Umgang mit Computern kennengelernt hat, wird zugeben müssen, daß man sich mit seiner Hilfe nicht nur sich wiederholende Schreibarbeiten ersparen kann. Entscheidend aber bleibt, daß man mit Gleichgesinnten einheitlich vorgeht, um im Ergebnis Einzelfamilien auch zu Großfamilien und Familienverbänden zusammenzuführen.
Martin Guist sieht die HOG als Basis der Fanlilienforschung an und wünscht sich die HOG als offizielles Mitglied der "Freunde und Förderer der Gundelsheimer Bibliothek", um über einen angemessenen Jahresbeitrag auch zu deren Erhalt beizutragen.
Nach Ernst Graef sind alle bekannten Angaben von Bedeutung: Namen, Vornamen, Geburtstag und Geburtsortort, Heirats- und Sterbedatum, Taufpaten, Trauzeugen, Beruf, Tätigkeit im öffentlichen Dienst u. a. Nichts ist so unwichtig, als daß es nicht zunächst festgehalten werden sollte. Bildhaft spricht Balduin Herter davon, eine "genealogische Brücke" zu bauen, deren Pfeiler der Auswanderungs- und der Einwanderungsort sind und die zu ihrer Stabilisierung drei bis vier Generationen erfordert. In diesem Sinne ist das 20. Jahrhundert Schwerpunkt, von wo aus die spärlichen Informationen aus früheren Generationen herangeholt werden können.
Balduin Herter nach sollte die Projektgruppe ihre Aufgaben zweigleisig lösen:
1. Konventionelle Familienforschung
Ahnen- und Nachfahrenlisten, Stammtafeln, Familienblätter u. a. für die genealogische Sammlung der Forschungs- und Dokumentationsstelle Gundelsheim;
2. Arbeit mit dem EDV-Programm AHN-DATA (Autor Holger Kötting)
Übergabe der Disketten an den Koordinator Dr. Christian Zaminer.
Es ist hier nicht der Ort, über die Arbeit mit dem EDV-Programm zu philosophieren. Zunächst ist die Frage zu entscheiden, wie wir über Mikrofilme oder Fotokopien die Kirchenmatrikeln als Arbeitsunterlagen sichern; ohne Kosten wird dies nicht möglich sein. Dann erst wird man zu entscheiden haben, ob und wie wir uns an dem "Projekt" beteiligen wollen und wer es sich zutraut und bereit ist, im Rahmen der HOG die Beratungsaufgaben zu übernehmen. Um Mitarbeit, Anregungen und Vorschläge wird gebeten. Verbindungsmann für Schäßburg ist Ernst Graef, Drabenderhöhe.
Im Vorfeld künftiger Aktivitäten hat es sich die HOG zur Aufgabe gestellt, zunächst die organisatorischen und materiellen Voraussetzungen "vor Ort" zu schaffen. Unsere erste Aufgabe besteht in der Sicherung der gesamten Kirchenmatrikeln durch Anfertigung von Kopien. Dafür wurden seitens der HOG und durch persönliche Aktivitäten inzwischen Kopierpapier, Mappen und Kartonagen zur Aufbewahrung und zum Versand von Mappen oder gebundenen Exemplaren bereitgestellt.
Wir danken allen, die an dieser Aktion tätig sind sowie den Spendern, die sie ermöglichten.
Heinz Brandsch

(Aus "Schäßburger Nachrichten", Folge 3, März 1995)

 

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Letztes Update: 20. Oktober 2002 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg