HOG-Schäßburg / Siebenbürgen

 

Schäßburger-Treffen 27. bis 28. August 1994 - Nachgelesen

Schäßburger Heimattage in Heilbronn

Am 27. und 28. August trafen sich über 850 Schäßburger zu ihrem 7. Heimattag in Heilbronn. Die Organisatoren, zum ersten Mal der Vorstand der 1993 gegründeten Heimatortsgemeinschaft (HOG) Schäßburg, waren gut beraten, die Tore der Festhalle "Harmonie" etwas früher als vorgesehen zu öffnen. An den Kassenschaltern fertigten Regine Schuster, Kurt Bartmus, Kerstin Markus-Czernetzky und Markus Bopp die "Angemeldeten" ab, während Helwig Schumann die übrigen Gäste empfing und für die Klärung von Unstimmigkeiten zuständig war. Alle meisterten bestens den ersten "unorganisierten" Ansturm der ungeduldigen Schäßburger.

Prof. Dr. Heinz Brandsch, Vorsitzender der HOG Schäßburg, eröffnete den offiziellen Teil der Zusammenkunft und begrüßte in einer kurzen Ansprache alle Schäßburger und deren Gäste: die Vertreter der Evangelischen Kirche A.B. in Schäßburg, Kurator Andreas Christiani und die Presbyterin Anneliese Hügel, beide mit Ehepartner, Christian Elges und Metta Kovacs seitens des Schäßburger Forums, Oberstudienrat Hermann Baier, Direktor der Bergschule, mit Gattin, den zuverlässigen Busfahrer Ioan Hofnar, den Vizebürgermeister von Schäßburg und Vorsitzenden des heimatlichen Bergschulvereins Dr. Ovidiu Cåpåtinå und Vereinsmitglied Kurt Müller. Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen war durch deren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Richard Löw und den Vorsitzenden der Kreisgruppe Heilbronn, Ernst Schmidts, vertreten. Die gastgebende Gemeinschaft vor Ort vertrat ihr Nachbarvater Fritz Breihofer. Grüße an die Anwesenden richteten auch Richard Löw, Andreas Christiani, Christian Elges und Dr. Ovidiu Cåpåtinå.

Gemäß dem Grundsatz "Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen", liefen in den Räumlichkeiten der "Harmonie" mehrere Veranstaltungen gleichzeitig. Im Foyer waren Verkaufsausstellungen aufgebaut. Mit heimatbezogenen Büchern warb der Wort und Welt Verlag unter der fachkundigen Beratung von Isa Leonhardt und Peter Pfau. Farbbilder von sächsischen Trachten und Stadtansichten zeigte Alfred Günther. Großen Anklang fanden die Schäßburger Aquarelle von Adolf Kroner. Odette Fabritius stellte unter anderem bunte Krawatten aus.

Vor dem Festvortrag im Kleinen Saal sang die von Musiklehrer Uwe Horwath aufgerufene, aus einstigen Mitgliedern des Schäßburger Kammerchors gebildete rund 30 Personen starke Singgemeinschaft drei Lieder: das Mundartstück "Det Wängertliedchen" von Grete Lienerth, "Wolkenhöhen, Tannenrauschen" nach der Musik von H.Bönicke sowie das Beethoven-Lied "An die Freude". Mit dankbarem Beifall quittierten die Zuhörer die recht passable Darbietung der Schäßburger Sänger. Prof. Dr. Heinz Brandsch behandelte in seinem Festvortrag unter dem Motto "Erinnert Euch und fügt zum Sein das Werden - Generation im Zwiespalt" die Suche nach einem Überbau der HOG, den konkreten und zweckdienlichen Umgang mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Einem Rückblick war auch der Vortrag von Walter Roth und Dipl. Ing. Walter Lingner gewidmet: kulturhistorische Skizzen aus Schäßburg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zur Vorstellung des Buches "Schäßburg -Bild einer siebenbürgischen Stadt" durch Walter Lingner muß gesagt werden, daß jenes nicht wie angekündigt vorlag, und zwar aus verlagstechnischen Gründen. Wir können aber auf die in Kürze erfolgende Auslieferung der Bücher vertrösten. Und vielleicht ist es sinnvoll, wenn sie beim Wort und Welt Verlag bestellt werden.

Reges Interesse fanden auch die Ausführungen von Gertrud Schuller über die vielseitigen Aktivitäten zur Unterstützung unserer Heimatstadt. Nach 20 Uhr spielte die von Uwe Horwath geleitete "Original Schäßburger Combo" zum Tanze auf.

Der Sonntag vonnittag war dem gemeinsamen Kirchengang vorbehalten. Die beiden Pfarrer Günter Luntsch und Peter Madler gestalteten gemeinsam den Gottesdienst. Die Kollekte aus der Kilians Kirche von über 1800 DM ist für die Altenhilfe in Schäßburg vorgesehen, wie übrigens auch die im Foyer der "Hannonie" eingegangenen Spenden: 1650 DM. Zum kulturellen Sonntagsprogramm gehörte noch ein interessanter Videofilm, aufgezeichnet und vorgeführt von Martin Zinz unter dem Titel "Eine Fahrt durch das Schäßburg von heute".

Dipl. Ing. Roland Zebli, stellvertretender Vorsitzender der HOG Schäßburg, schlug zum Abschied noch einmal die Brücke zur alten Heimat und insbesondere zu unseren rnmänischen Mitbürgern in Schäßburg. Dr. Gust Wonnerth hatte als Mitglied des Ältestenrats der HOG Schäßburg das letzte Wort, um ein herzliches "Dankeschön und ein gesundes Wiedersehen" auszusprechen. Und dieser Dank galt sicherlich auch dem von Roland Zebli geleiteten Organisationskomitee des 5. Heimattreffens, Erika Leonhardt, die u. a. für die Verkaufsausstellungen zuständig war, Josef Fritsch, der die Adressen der Schäßburger aus aller Welt zusammengetragen hat, Hans Zultner, der für die festliche Ausstattung sorgte, Helwig Schumann als Kassenwart und Buchführer sowie Helmut Müller, der die anstrengenden Behördengänge erledigt hatte, um dieses Treffen zu ermöglichen.

Helwig Schumann




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Letztes Update: 2004-05-12 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg