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Glöckners Moor im Vorfrühling
von Dieter Schlesak (SN03)
Die Erde wächst.
In der Schilfflöte zittert der Wind.
Hier glüht noch immer
die Frühlingslampe, mein Herz,
es zerbricht im Zink der Kokel das Eis,
unter der Weide springt in die Stille
der Weißfisch.
Auf der Sandbank knirscht schon
sommerdurstig die Vogelspur.
Im Kuckuck ruft vergangen die Zeit.
Schwach nur
ein Echo
von Nirgendwo
Der Auszug
Geschwärzte Chroniken leuchten
In Museen
Von Westen her täuschend
Ein Licht, gekonnte
Sonnenuntergänge
Rot/Freizeit Ferienfreude und
Zweihundertfünfzig Sorten Brot
Ein Blitz, eine Wolke
Als wäre Natur
Verführt und das Licht
Du mein halbes Auge
Schön dieses Mutter
Land
Woher wir kamen
Vor fast tausend Jahren
Dort kommen wir wieder an
Mit Grabsteinen im Gepäck.
Dieter Schlesak

Letztes Update: 2004-05-12
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