HOG-Schäßburg / Siebenbürgen



Wiedersehen mit den stillen Gassen

Ich habe 24 Jahre lang auf der Burg gewohnt, am Hunsrück, in der Schulgasse und im Pfarrgäßchen. Der unschätzbare Vorzug, den die Burg für ihre Bewohner übrig hatte, war die himmlische Ruhe in den Gassen, zumal zur Nachtzeit, weil durch die Burggäßchen kein motorisierter Verkehr rollte. Tagsüber ? na ja ? da fuhr schon mal ein Pkw zur "Präfektur" oder war ein Versorgungsauto unterwegs. Aber sonst ...
Durch diese stillen Straßen lief ich nun wieder und sagte den Häusern mit der Nr. 5, Nr. 12 und Nr. 2 "Grüß Gott!"
Das Katzenkopfpflaster ist noch immer dasselbe. Mit Verblüffung stellte ich fest, daß ich noch immer dieselben "Trittsteine" benutzen konnte, die ich zum Beispiel beim Durcheilen der Schulgasse suchte.
Und die Häuser in den winkeligen Gäßchen. Immer noch in allen Farben prangend, auch wenn da und dort ein neuer Putz oder Anstrich von Nöten wäre.
Die Bäume sind größer geworden, spenden mehr Schatten.
Auch mehr Kleinwagen stehen in den Gassen, weil hinter den Toren der Häuser keine Garagen sind. Ein Foto von der Schulgasse ohne Auto ist heute kaum vorstellbar ...
Die Burgbewohner sind fast auch dieselben geblieben.
Man kann sich noch immer mit "Grüß Gott!", "Buna ziua!" oder "Jo napot!" grüßen.
Unverändert und vertraut die Schläge der Uhr vom Stundturm, ganz nah vom Pfarrgäßchen, der Schulgasse oder dem Hunsrück. Man muß nur die Augen schließen und schon ist man wieder auf der Burg des alten Kokelstädtchens.

Helwig Schumann

 

 

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Letztes Update: 2004-07-16 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg