HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
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Grußwortedes Schäßburger Bürgermeisters Constantin Stefanescu Herr Konsul, Herren Abgeordnete, Herr Präsidentialbeirat, verehrte Gäste, verehrte Mitbürger! Willkommen zur Feierlichkeit der Bergschule, willkommen in Schäßburg. Vor 475 Jahren wurde die Grundlage dieser Schule - Bergschule genannt - gelegt. Obwohl oberhalb der Schule eine alte Kirche, älter als die Schule ist, stand, heißt der Berg "Schulberg". Daraus ist ersichtlich, daß die damalige Bevölkerung größtes Gewicht auf die Schulbildung gelegt hat. Die Gasse, die zur Schule führt, ist die "Schulgasse", und in der Nähe der Schule wurden verschiedene Einrichtungen für Schulzwecke geschaffen.
Die deutsche Bevölkerung, die Sachsen, waren ein besonderer Menschenschlag. Ihr guter Ruf verbreitete sich im ganzen Land und über die Grenzen hinaus in die Welt. Heute sind nur sehr wenige in Schäßburg geblieben. Schade, daß die Zeiten dergestalt waren, daß die Bevölkerung ausgewandert ist. Heute haben wir die Gelegenheit, in unserer Mitte gewesene Schüler der Bergschule, die auch in anderen Ländern, wie in Deutschland, Österreich, auf Grund ihres hier erworbenen Wissens das Ansehen Schäßburgs weiter getragen haben. Wir ersuchen Sie, verehrte Gäste, Schäßburg auch in Zukunft
über die Grenzen und Länder hinaus bekannt zu machen, die Botschaft
der Schäßburger weiter zu tragen, damit es wieder das wird,
was es einst war - die Perle Siebenbürgens. Und wir, die heute die
Geschicke der Stadt lenken, haben die besondere Aufgabe, dieses ebenfalls
zu tun. Wie Eingangs erwähnt, war Schäßburg nicht nur Stadt der
Handwerker, sondern auch Standort gepflegter Kultur. Auf diesem Gebiet
haben auch wir begonnen, das Kulturleben in Schäßburg zu fördern.
Wir versuchen aus anderen Städten Rumäniens, aus anderen Städten
Europas Kunst- und Kulturschaffende nach Schäßburg zu bringen,
damit wir durch Musik, Literatur und Tanz das Ansehen der Stadt der Welt
vermitteln können. Die Stadt hat in diesen 40 Jahren enorme Verluste hinnehmen müssen,
dabei hätte viel für Schäßburg verwirklicht werden
können. Wir erwarten, daß das Parlament, die Regierung und
das Präsidialamt diesen unseren Wünschen in nächstfolgender
Zeit nachkommen wird. Und ich glaube, daß dieses zutrifft. Wir wünschen uns, weiterhin gemeinsam das Leben zu gestalten, wir wünschen, daß die deutsche Kultur - von der deutschen Bevölkerung vermittelt - von unseren Kindern übernommen und weitergeführt wird. Wir benötigen allerdings Ihre Hilfe und ich habe Vertrauen in alle Schäßburger die außerhalb Schäßburgs leben, in ihre Heimatortsgemeinschaft, die zu uns kommen, mit der Absicht, uns bei der Verwirklichung der Objekte, die wir uns vorgenommen haben, zu unterstützen. Ich habe Vertrauen in alle Schäßburger die nicht Schüler der Bergschule waren und dennoch heute da sind, um den Feierlichkeiten beizuwohnen und ich habe Vertrauen in all diejenigen, die von außerhalb gekommen sind um mit uns heute zu feiern. Ich danke Ihnen.
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