|
HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
Neue archäologische Funde in der Bergkirche
Die Arbeiten bestanden aus einer Reihe von Querschnitt- und Kassettengrabungen, deren Erkenntnisse folgendermaßen dargestellt werden können: Die ältesten Spuren sind Gräber des Typen "Nisa",
aller Wahrscheinlichkeit nach aus der zweiten Hälfte des XIIl-ten
Jahrhunderts, viele dieser Gräber waren überlagert (zum Teil
zerstört), aus der Zeit einer Kultstätte mit Basilica-Formen,
die dem Grundriß der heutigen Kirche fast gleich waren. - So wie aus den flächendeckenden Untersuchungen schon bekannt war, sind im ersten Bauabschnitt der heutigen Bergkirche der Chor und der Glockenturm auf den vorhandenen Fundamenten erstellt worden, die Seitenwände und Pfeiler in einer zweiten Etappe. Die Mittelpfeiler weisen auf ihrer Westseite verstärkte Fundamente auf, es wird von uns heute angenommen, daß diese zusätzliche Altäre (Sekundäraltäre) trugen. - Im Zuge unserer Forschungsarbeiten fanden wir eine Reihe von Gräbern und Krypten aus dem XVI-XVII-ten Jahrhundert, aus denen eine Serie von Münzen aus dem angegebenen Zeitraum, ein Ring aus Gold, viele Kleiderspangen (Kleidungsverschlüsse) aus Silber und vergoldetem Silber, ein Reliquienkreuz byzantinischen Typs und Gewebereste, die restauriert werden, ans Tageslicht kamen. - Es wurden ebenfalls zwei Grabsteine aus dem Jahre 1587 (1640 ein zweites Mal verwendet) und einer aus dem Jahre 1602 eines Gerberzunftmeisters entdeckt. Daniela Marcu (Archäologin) |