HOG-Schäßburg / Siebenbürgen


Ein verdienter Schäßburger

Walter Schuster wurde am 21.8.1924 in Schäßburg geboren. Nach Schulabschluß begann er seine berufliche Ausbildung in der Maschinenfabrik "Daniel West u. Söhne", verließ aber schon 1941, mit 17 Jahren, seine Heimatstadt, um in Deutschland seine Ausbildung fortzusetzen.
In Berlin?Zehlendorf im "Luftfahrtgerätebau Schlegel" lernte er Theorie und Praxis des Maschinenschlossers, leider ohne Abschluß, denn schon 1943 wurde er zur Wehrmacht einbezogen und als Panzergrenadier eingesetzt. Das Schicksal war ihm hold, auch hier konnte er seiner beruflichen Ausbildung nachgehen, sein Einsatz bei der I-Truppe an den verschiedensten Standorten während des Krieges bot ihm diese Möglichkeit.
Das Kriegsende erreichte ihn in Frechen bei Köln, wo Walter Schuster seine zweite Heimat fand, seine Frau kennenlernte, eine Familie gründete und im Berufs- und Vereinsleben sowie als Kommunalpolitiker bis zu seiner Pensionierung 1982 tätig war. Heute genießt er als Rentner seinen wohlverdienten Lebensabend.

Im Braunkohle-Abbau bei Frechen, bei dem er 34 Jahre tätig war, brachte er es nach Abschluß der Bergbauschule zum Schichtmeister, dem so genannten Steiger.
Auf kommunalpolitischem Gebiet in der CDU-Fraktion wurde er schon 1952 Stadtratsmitglied und wirkte ehrenamtlich in den verschiedensten Ratsausschüssen und gleichzeitig als Schöffe beim Landesgericht in Köln bis 1976, als er die goldene Ehrennadel der Stadt Frechen erhielt.
Er ist heute stolz darauf, daß in dieser Zeitspanne die Stadt Frechen sich zu einer blühenden Industriestadt entwickelt hat. Seine dritte verdienstvolle Tätigkeit hat Walter Schuster im Bereich der Kleintierzuchtvereine geleistet. Dem Verbandsorgan der Deutschen Kleintierzüchter vom 12. August '94 können wir folgendes entnehmen:
"Im Alter von zwölf Jahren schloß sich Walter Schuster in seiner Heimat Siebenbürgen dem KTZV Schäßburg an. Nach dem 2. Weltkrieg ließ er sich im Rheinland nieder und fand in Frechen nicht nur sein "Eheglück", sondern auch eine neue Heimat. Für den dortigen RGZV "Phönix" war er ein "Glücksfall", er führte den Verein aus seiner damaligen Passivität heraus und war über 30 Jahre 1. Vorsitzender. Fast 20 Jahre war er Vorsitzender, bzw. Kassierer im KF Erft, bzw. KV Köln-Erftkreis. Walter Schuster ist stets zur Stelle, wenn er gebraucht wird, so ist es kein Wunder, daß er seit vielen Jahren zum Team der Mitarbeiter der Rheinischen Landesverbands- und Colonia-Schau gehört. Als Züchter hat er sich mit seiner Heimatrasse Budapester Kurze einen besonderen Namen gemacht, im Farbenschlag Budaer Blaue ist er absolut "Spitze". Darüber hinaus züchtet er erfolgreich Zwerg-Welsumer. Aufgrund seiner Verdienste, als Züchter und Organisator, wurden unserem Zuchtfreund viele Ehrungen angetragen, z. B. die Ehrennadeln des LV Rheinland, des BDRG, des VDT, des SV der Wiener und Budapester Tümmler, Ehrenvorsitzender des RGZV Phönix Frechen, Meister der Rheinischen Rassegeflügelzucht."

Als Krönung seiner außergewöhnlichen und umfangreichen ehrenvollen Tätigkeit im Kommunalbereich und Vereinsleben erhielt Walter Schuster 1990 das Bundesverdienst-Kreuz am Bande.
Trotz seiner vielseitigen Aktivitäten hat Walter Schuster die Bindung zur alten Heimat nie verloren. Seine Hilfeleistung lief am laufenden Bande und war besonders zur Zeit der Hochwasserkatastrophen 1970/1975 zu verspüren. Für die schnelle und leichte Eingliederung in der neuen Heimat kann ihm manch ein Landsmann danken und der heute noch existierende Kleintierzuchtverein in Schäßburg sich seiner Unterstützung erfreuen. Walter Schuster ist für uns, die wir eine Bleibe in der neuen Heimat gefunden haben, zweifellos ein Beispiel der perfekten Integration und wie man Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sinnvoll verbinden kann.

Die HOG-Schäßburg wünscht ihm noch viele gesunde Jahre im Kreise der Familie und der vielen Freunde in Frechen.


Walter Lingner


 

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Letztes Update: 2004-01-06 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg