Information des Vereins "Bergschule" Schäßburg
An der Bergschule wird Deutsch als Muttersprache (DaM) unterrichtet.
Weil aber die meisten Kinder aus Familien stammen, die Deutsch nicht oder
nur wenig sprechen läuft dieser trotz der Vorbereitung in deutschen
Kindergärten schwierig ab.
Der eingeführte zusätzliche Deutschunterricht (ZDU) ergänzt
und verbessert gezielt die deutschen Sprachkenntnisse der Schüler
und zwar: Aussprache, Sprachgebrauch und Wortschatz.
Schwerpunkt sind die Klassen der Unterstufe. wo die besten Ergebnisse
erzielt werden können. An der Mittelstufe wird aus Zeitmangel nur
teilweise unterrichtet, weil auch der neue Lehrplan noch immer zu viele
Unterrichtsstunden vorsieht.
Für die Schüler/innen der Klassen 1- VIII deutsche Abteilung,
die im Internat wohnen. werden die täglichen Lernstunden unter Aufsicht
von deutschen Fachkräften abgehalten, die fallweise auch Nachhilfe
leisten.
Im Schul.jahr 1998/99 sind insgesamt 1013 ZDU-Stunden abgehalten worden,
die mit DM 3047,- bzw, Lei 21,447.740 vergütet wurden. Darin sind
auch die 73 Stunden, verwendet für die Burgspatzen, eingeschlossen.
Die Ergebnisse des ZDU können nur geschätzt werden. Lehrkräfte
der Bergschule und aus Deutschland haben sie als gut bewertet.
Dic neue Schulleitung (seit 1997) befürwortet den ZDU .Die Lehrer
aus den .jeweils höheren Klassen bestätigen die Verbesserung
der Deutschkenntnisse ihrer neuen Schüler. Fachkräfte aus Deutschland
sind der gleichen Meinung,
Schülcr und Schülerinnen haben einzeln und in Gruppen begonnen
Berichtc für die Allgemeine Deutsche Zeitung (ADZ) zu schreiben und
an Umfragen und Wettbewerben teilzunehmen,
Teilnahme an der Deutscholympiade auf allen Ebenen (Schule-Kreis-Land),
Feiern zum Martins und Nikolaus Tag, Frühlings-Sommerfeste. Theater
und andere Vorführungen sind nun schon Tradition.
Zu bemerken ist auch. daß an der Bergschule dic Prüfungen für
das deutsche Sprachdiplom Stufe II für dic Absolventen der XII Klasse
aus Schäßburg und Umgebung abgehalten werdcn. Die Schüler/innen
der Bergschule verzeichnen dabei immer besondcrs gute Resultate. Aufgrund
dicses Diploms können Absolventen aus Rumänien auch an Hochschulen
in Deutschland studieren.
Für das Schuljahr 1999/2000 haben sich wieder viele neue Schüler
an der Bergschule angemeldet. Im Vergleich zum Vor.jahr sind es 3% mehr.
Unser Verein ist weiterhin bemüht, die Bergschule zu unterstützcn.
Wir hattcn im März 99 Vorstandswahlen, Dr. 0. Capatina ist Vorsitzender,
neu im Vorstand sind Prof. Liselotte Baier und Prof. Mircea Meier (Direktor
der Bergschule),
Neben dem ZDU werden wir einen Lesekreis für die Klassen I-IV organisieren
(Projekt der Lehrerin Hanne Halmen) daß das Interesse an Büchern
und die Freude am Lesen wecken soll. Einen Modellier- und Malkreis für
Kinder der Unterstufe, als Teil der deutschen humanistischen Erziehung
wird Prof. Wilhelm Fabini leiten und die Aktivität der Burgspatzen
unter der bewährtcn Leitung von Wiltrud Baier werden wir weiter fördern.
Dem Allgemcinen Deutschen Kulturverband Wien und deren Vorsitzenden Gertraud
Schuller sei an dieser Stelle ein besonderer Dank, für die finanzielle
und moralische Unterstützung aller angeführten Aktivitäten,
ausgesprochen,
Kleine Statistik der Klassen/Schüler -Oktober 1999
I. Deutsche Abteilung
Grundstufe Klassen IA/IB -IVA/IV 8 Klasscn 174 Schüler
Mittelstufe KIassell VA/VB -VIIIA/VIIIB 8 Klassen 206 Schülcr
Oberstufe KIassen IXD/IXE XIID/XIIE 8 Klassen 131 Schüler
Gesamt 24 Klassen 511 Schüler
2. Rumänische Abteilung
Oberstufe Klassen IX ABC -XIIABC 12 Klassen 294 Schdler
Gesamt Bergschule 36 Klassen 805 Schüler
Kurt Müller (Schäßburg)
Information des Bergschulvereins e.V.
"Was will eigentlich dieser Bergschulverein?"
10.Jahre nach der sogenannten "Revolution" in unserem Herkunftsland-
Zeit für eine Bilanz ?
Es war tatsächlich eine "leibhafte" Revolution, auch wenn
der große Wandel zum Besseren -hin zu der guten -alten Vorkriegszeit
(!?)auf sich warten läßt und man allgemein nur die Verschärfung
der nationalistischen Maßnahmen, den wirtschaftlichen Niedergang
und die unkontrollierte Kriminalität wahrnimmt. Alles andere ist
doch selbstverständlich, oder? Für Südosteuropa kommt alles
immer schon "zu spät"?!
Was will da bloß noch der "Bergschulverein" in Schäßburg?
Erstmal eine Klarstellung. seit 1990 sind alle deutschen Schulklassen
in der "Bergschule" vereint, wir sprechen also immer von der
I bis zur 12. Klasse. Der deutschsprachige Schulunterricht findet ausschließ1ich
"auf der Burg" statt (in der Schanzgasse, im Internat und in
der alten Bergschule (zwei Gebäude) neben der Bergkirche.
Diese zusammenlegung kam seinerzeit auf Initiative von Peter Theil und
Helmut Fabini zustande.
Es geht also um die deutsche Schule und um die Freunde der deutschen Kultur
und ihrer Tradition in Schäßburg.
Jede finanzielle Unterstützung wird in Absprache mit unserem Partnerverein
gewährt. Es ist immer eine Hilfeleistung zur Selbsthilfe und nie
eine Vollfinanzierung eines Projektes.
Unsere Entscheidungen treffen wir bei den Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen.
Jeder Teilnehmer kann dazu seine ehrliche Meinung kundtun. Alle unsere
Gelder wurden hisher projektbezogen und zweckgebunden verwendet. Kritik
nehmen wir an und neue Vorschläge greifen wir auf.
Jeder Verein lebt durch die Initiative und durch die Beschlüsse seiner
Mitglieder -in unserem Fall sind es derzeit 95 Mitglieder in Deutschland
und Österreich. Unser Parallelverein in Schäßburg, mit
der gleichen Satzung, führt eine Liste mit 93 Mitgliedern.
Jeder Verein kann nur jene Ziele verwirklichen, die er auch finanzieren
kann. Wieviel man mit sehr wenig Westgeld in Rumänien bewegen kann
weiß jeder, der sein Geburtsland in letzter Zeit wieder einmal besucht
hat. DM 30,- beträgt derzeit unser Mitgliedsbeitrag für Deutschland
und Österreich.
Konkret was passiert zur Zeit im "Bergschulverein":
I. Unser Auftritt im INTERNET wird von Wilhelm Jakob Hermann (T. 0210
1-18230) vorbereitet.
Im Jahr 2000 sind wir auch über
http:/ /www.sibiweb.de/ zu finden.
2. Wir sammeln Adressen unserer Bergschüler über die Organisatoren
von Klassentreffen und versuchen uns alle auf dem Grossen Schäßburger
treffen 2000 in Fürth bei Nürnberg (30.9.-1.10) zu begegnen
und uns endlich (evtl. wieder) kennenzulernen.
Bitte sammelt Fotos von Klassentreffen und schickt sie uns zu !!!
Bitte lest die Siebenbürger Zeitung und die Schäßburger
Nachrichten sie sind unser gemeinsames Infobüro- !
3. Vorbereitung und Ideensammlung für das Absolvententreffen 2001
in Schäßburg (Anfang Sept. 200I ). Folgende Anlässe bieten
sich an zu "Feiern": 100 Jahre seit dem neogotischen Neubau
-und Umbau der Bergschule ( Architekt Orendi. Bau Gebr. Leonhardt) und
10 Jahre Bergschulverein ( 1991/12001).
4. Restauration der Neugotischen Kanzel in der Aula.
5. Die Logistik des zusätzlichen Deutschunterrichts an der Bergschule.
Eine Fördermaßnahme für die deutschen Schüler und
Lehrer. Dieses Projekt wird gröstenteils von dem Allgemeinen Deutschen
Kulturverband Wien finanziert.
Für die vielen und teuren Wünsche der Bergschule haben wir leider
kein Geld. (Z. B. Kanalisation, Toiletten-Modernisierung, Restauration
der Fassade und Ausbesserung des Dachstuhls nach nunmehr hundert Jahren
!) Über die Tätigkeit des Partnervereins lest bitte den aktuellen
Bericht von Kurt Müller.
Wir danken auch an dieser Stelle dem Allgemeinen Deutschen Kulturverband
Wien und ganz besonders der Vorsitzenden Frau Gertrud Schuller für
Ihr großzügige finanzielle Unterstützung des Bergschulvereins
in Schäßburg.
Unsere Kontaktadresse:
Bergschule Schäßburg e. V. c/o Siebenbürgische Zeitung
Albert Roßhaupterstr. 33/II
81369 München
Telefax: 089 /27 77
Günter Czernetzky (München)

Letztes Update:
2004-10-02
- Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de
/ http://www.schaessburg-net.de
© 2000 by kdg
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