HOG-Schäßburg / Siebenbürgen

 

Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Ing. Karlheinz Roth von der Universität "Politehnica" Bukarest

Dem auf seinem Gebiet über die Grenzen bekannten und anerkannten Wissenschaftler Prof. Dr. Ing. Karlheinz Roth wurde eine hohe Ehre zuteil.
Am 4.6.1999 ist ihm von der Universität POLITEHNICA Bukarest die Ehrendoktorwürde verliehen worden. Seine Dankesrede hielt der Geehrte, ein ehemaliger Schüler des Bischof-Teutsch-Gymnasiums, der in diesem Jahr das 80. Lebensjahr erreichte, vor seiner Magnifizenz, dem Rektor, sowie den leitenden Professoren der Universität in rumänischer Sprache.


Prof. Dr. Ing. Karlheinz Roth

Die Schwerpunkte seiner Forschungen waren Arbeiten über neue Verzahnungen und über die Konstruktionslehre einer neu entwickelten Wissenschaft für das systematische und rechnerunterstützte Konstruieren. Sein wissenschaftliches Werk ist in acht von ihm verfassten Monographien und 107 Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften verarbeitet. Seine wichtigsten Erfindungen sind neben 17 weiteren Patenten und zwei Weltpatenten Zahnräder mit einem, zwei, drei oder vier Zähnen. Mit ihnen, die man bisher nicht auslegen und realisieren konnte, ist es möglich, Zahnradgetriebe radikal zu verkleinern und zu verbilligen.

Als gebürtiger Schäßburger absolvierte er das Bischof-Teutsch-Gymnasium mit dem Bakkalaureat-Abschluss in Odorheln.
Er war Primus in der Klasse und Primus-Musicus der Blasmusik des Coetus Chlamydatorum, Schäßburgensis. Auch heute noch betreibt er aktiv Kammermusik mit Ensembles, in denen er Violine oder auch Klarinette spielt. Karlheinz Roth begann sein Studium im Fach Maschinenbau an der Technischen Hochschule Berlin Charlottenburg und beendete es mit dem Ingenieurdiplom des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule München.

Im Anschluss daran begann er seine Industrietätigkeit bei der Baufirma Held und Franke in München mit Großmaschinenbetreuung, wechselte jedoch nach Jahresfrist zur Fa. Siemens und Halske München, wo er zwei Jahre im elektromechanischen Labor und zwölf Jahre im Konstruktionsbüro als Konstrukteur, anschließend als Konstruktionsleiter tätig war.
1963 erlangte er den Grad eines Dr. Ing. mit einer Arbeit über "Die Evolventenzahnform für eine allgemein verwendbare feinwerktechnische Normverzahnung".

1965 erhielt er seinen ersten Ruf an die Technische Universität Braunschweig auf den Lehrstuhl (mit dem gleichnamigen Institut) für "Konstruktionslehre, Maschinen- und Feinwerkelemente". 1968 kam ein zweiter Ruf an die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH), dem er jedoch nicht folgte.
Er war Doktorvater von 33 Diplom-Ingenieuren.
Ehrungen: 1968 Dieselmedaille in Gold (für Erfindungen)
1985 Fritz-Kenetring-Medaille (für neue Konstruktionstheorie)
1990 Siebenbürgisch-Sächsischer Kulturpreis;
1971 und 1975 war er auf Anforderung von Prof. Dr. Ing. Demian (Bukarest), UNESCO-Beauftragter für den Ausbau des dortigen neuen Lehrstuhls für Feinwerktechnik.

Er ist verheiratet mit Frau Gertraud, einer liebenswerten geborenen Münchnerin, hat zwei Töchter und sieben Enkelkinder.
Seine noch lebenden Schulfreunde sind glücklich, einen so erfolgreichen Wissenschaftler in ihren Reihen zu haben und wünschen dem unermüdlich arbeitenden Emeritus weiterhin noch viele Lebensjahre.

H. M. (Aichwald)

 

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