HOG-Schäßburg / Siebenbürgen


Übergabe der renovierten Bergschule am 25. Oktober 2002

Ansprache Dr. Karl Scheerer, Vertreter der "Hermann-Niermann-Stiftung"

Im Sommer 1957 legte ich, von einem Dorf in der Nähe von Schäßburg kommend, im Biologiesaal nebenan meine Prüfung zur Aufnahme in diese ehrwürdige Bildungsanstalt ab. Mit etwas Glück bestand ich die Prüfung und wurde Bergschüler. Das war für uns damals etwas ganz Besonderes, und wir waren sehr stolz darauf. Wir wussten ganz genau, welches Privileg uns zuteil geworden war und hätten niemals einer anderen Schule den Vorzug gegeben.

 

Die Bergschule nach 100 Jahren im neuen Glanz (Foto: Rely)

 


Bald darauf siedelte ich aber mit meiner Familie zu unserem Vater nach Deutschland um, und für mich eröffnete sich eine ganz neue und andere Welt. Mein späteres Leben hat mich viel erleben lassen, und ich bin sehr viel in der Welt herumgekommen. Die kurze Zeit an der Bergschule blieb aber für immer in meinem Gedächtnis haften und die Erinnerung an sie hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Jedes Mal, wenn ich in Siebenbürgen zu Gast war, stattete ich dem Schulberg einen Besuch ab. Er hat mich nie mehr losgelassen. Auch im Sommer 2000 war ich mit meiner Familie wieder einmal hier. Natürlich war auch der Schulberg auf dem Programm, und da passierte es. Der Zustand des Gebäudes gefiel uns ganz und gar nicht, und wir beschlossen, etwas zu unternehmen. Noch hatten wir keine Vorstellung, was getan werden könnte, aber wir waren sicher, dass uns etwas einfallen würde. Heute nun, zwei Jahre später, erstrahlt unsere Bergschule wieder in vollem Glanz. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich selbst halte sie in der neuen Gestalt für die schönste Schule in Siebenbürgen. Wir haben es also geschafft. Die Lehre, die ich daraus gezogen habe, heißt: Wenn man etws will und das Ziel mit Hartnäckigkeit und der bekannten sächsischen Sturheit verfolgt, dann gelingt es auch. Zaghaftigkeit und Kleinmut waren noch nie gute Ratgeber. Optimismus und Gottvertrauen helfen immer weiter. Natürlich braucht man auch ein Quentchen Glück, und das haben wir weiß Gott gehabt.

 

Dr. Karl Scheerer spricht von der restaurierten Kanzel (Foto: Rely)

 

Natürlich war es Glück, dass mein Freund Uwe Stiemke, der Vorsitzende der Hermann- Niermann-Stiftung, sich hat überzeugen lassen, die Finanzierung großzügig sicherzustellen. Immerhin hat er 295.000,- Euro zur Verfügung gestellt. Ihm und der Stiftung gebührt großer Dank. Eine so großartige Geste ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Er wird uns auch weiterhin verbunden bleiben, denn wir haben beschlossen, in den kommenden drei Jahren dem gesamten Komplex der Joseph-Haltrich-Schule mit großem Kostenaufwand ein neues Gesicht zu verleihen. Wenn alles fertig ist, werden wir ein großes Fest feiern.
Was nützt aber das ganze Geld, wenn es keine engagierten Menschen gibt, die sich voll in den Dienst der Sache stellen? Auch hierbei haben wir großes Glück gehabt. Ich selbst bin blutiger Laie und wäre hilflos hier herumgelaufen, hätte ich nicht Menschen angetroffen, die mit erfrischender Begeisterung und voller Emsigkeit die Ärmel hochgekrempelt und gesagt hätten: Das kriegen wir hin! Und wir haben es hinbekommen! Da wäre an erster Stelle Hermann Baier zu nennen. Mit viel Elan, viel Sachverstand, stets gut gelaunt und voller Ideen stellte er sich mit dem ganzen Gewicht seiner Persönlichkeit zur Verfügung. Ging es doch auch um "seine" Bergschule. Hermann Baier ohne die Bergschule und die Bergschule ohne Hermann Baier kann ich mir gar nicht vorstellen. Lieber Hermann, ganz, ganz herzlichen Dank!

 

Restauriertes Deckenfresko im Treppenhaus (Foto: Rely)

 

Kurt Müller, gewissermaßen mein Partner beim Projekt, war an der Erneuerung der sanitären Anlagen und der Wiederherstellung der Rednerkanzel mit seinen Finanzierungsquellen, aber auch mit hohem Engagement maßgeblich beteiligt. Ich habe noch nie einen so gewissenhaften und so korrekten, aber auch hilfsbereiten Menschen kennengelernt. Lieber Herr Müller, erlauben Sie mir, dass ich Ihnen meinen höchsten Respekt ausspreche. Es war für mich eine große Freude, mit Ihnen zusammenzuarbeiten.

 

Das Treppenhaus(Foto: Rely)

 

Herrn Direktor Mircea Maer möchte ich als nächsten nennen. Er hat mir alle Voraussetzungen geschaffen, dass wir die Arbeiten zügig vorantreiben konnten. Es war sicher nicht leicht, die ganze Schulorganisation umzustrukturieren und dafür zu sorgen, dass der Schulbetrieb ordnungsgemäß fortgeführt werden und gleichzeitig die Renovierungsarbeiten störungsfrei stattfinden konnten. Herzlichen Dank dafür!

 

Die Aula bleibt Festsaal, Durchgang zum Physiksaal mit Schmiedeeisen abgeschottet. (Foto: Rely)

 


Von der Stadtverwaltung danke ich vor allem dem Sekretärder Stadt, Herrn Jon Ba?da?u, der für uns immer ein offenes Ohr hatte und uns über viele bürokratische Hürden hinweggeholfen hat. Mein Dank gilt auch dem Dechanten des Kirchenbezirks Schäßburg und dem Bezirkskirchenkurator, Herrn Stadtpfarrer Hans Bruno Fröhlich und Herrn Adolf Hügel, dass sie mir Herrn Meyndt als Bauleiter zur Verfügung gestellt haben. Herr Michael Meyndt, alias Bondy, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Ich habe in meiner gesamten Laufbahn noch nie einen so hilfsbereiten Menschen angetroffen. Lieber Herr Meyndt, es macht großen Spaß mit Ihnen. Ich freue mich, dass es mit uns beiden noch eine gute Zeit weitergehen wird. Bleiben Sie gesund!

 

Der Physik-Hörsaal (Foto: Rely)

 

 

Ebenso herzlicher Dank gilt unserer tüchtigen Frau Margarete Salati, die sich spontan bereit erklärt hat, für uns die Buchführung zu übernehmen. Es ist kein leichtes Geschäft, und sie macht es perfekt. Liebe Frau Salati, jetzt haben Sie vorläufig Ruhe vor mir. Erholen Sie sich gut! Im Frühjahr packen wir es wieder an.

 

Der Naturkunde-Hörsaal (Foto: Rely)

 

Viele Besucher, die die Fertigstellung der Bergschule nicht erwarten konnten und vorzeitig schon in das Gebäude hineinschauten, waren überrascht von der geschmackvollen Ausgestaltung der Räume. In der Tat, die Farbabstimmung ist perfekt gelungen. Wir hatten nämlich das Glück, in Herrn Wilhelm Fabini einen künstlerischen Berater zu haben, der nicht nur eine große Autorität in allen Fragen der Ästhetik ist, sondern uns auch jederzeit gerne zur Verfügung stand. Ich sage nicht zu viel, wenn ich feststelle: Die Optik der Schule trägt seine Handschrift. Recht herzlichen Dank, Herr Fabini!

 

Der neue Chemiesaal (Foto: Rely)

 

Ich danke schließlich dem Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Schäßburg, dass es mich in dem schönen Pfarrhaus hat wohnen lassen. Ich habe mich nicht zuletzt dank der freundlichen Fürsorge durch die Angestellten des Pfarramtes sehr wohl gefühlt.
Noch vor einem Jahr war ich sehr skeptisch, ob wir verlässliche Unternehmen finden würden, die uns die Arbeit in sokurzer Zeit zuverlässig und fachgerecht ausführen würden. Diese Bedenken sind mittlerweile restlos zerstreut worden. Wir haben exzellente Handwerker vorgefunden, die zuverlässig und sehr solide ihre Arbeiten verrichtet haben. Ich nenne Herrn Fazakas von der Heizungsfirma FORMULA PRIMA aus Kerestur, Herrn Foro von der Elektrofirma COMINSTEL aus Oderhellen, Herrn Dascal von der Sanitärfirma BURIDAVA aus Bistritz. Ich nenne Herrn Horst Zikeli, den Inhaber der Firma SIBAU hier in Schäßburg, der den Bibliotheksneubau erstellt hat. Ich nenne aber vor allem Herrn Zoltan Pallo, den Inhaber des Bauunternehmens COMPAZO aus Schäßburg. Er und seine Männer haben eine tolle Leistung erbracht. Sie haben blitzschnell, sauber und korrekt gearbeitet. Immerhin hat die Maßnahme nur ein halbes Jahr gedauert, und hätte ihnen das anhaltend schlechte Wetter keinen Streich gespielt, wären sie noch früher fertig geworden. Dabei war es keine leichte Arbeit. Ein hundert Jahre altes Gebäude mit einem noch viel älteren Untergrund beschert einem manche Überraschung. Fast täglich tauchte ein Problem auf, das in der Planung nicht vorgesehen war. Aus Erfahrung weiß ich nun, dass solche Überraschungen sehr teuer werden können und man in Gefahr gerät, den Kostenrahmen zu sprengen. Gott sei Dank hat Herr Pallo immer eine intelligente Lösung gewusst und war mir in seiner ruhigen und freundlichen Art immer ein fairer und angenehmer Partner. Es war eine Freude zuzusehen, wie seine Leute schnell, solide und sauber arbeiteten. Herr Pallo, ich möchte Ihnen mein Kompliment aussprechen und Ihnen ganz herzlich für Ihre tolle Leistung danken.

Ich danke schließlich auch Herrn Berghea, Inhaber der Firma Sibel in Hermannstadt, für die blitzschnelle Herstellung der hochwertigen Möbel sowie für die großzügige Spende der Archivregale.
Meine Damen und Herren, dieser Akt der Übergabe sollte über die Dankesworte hinaus auch Gelegenheit sein, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Unsere Vorfahren haben uns eine Bildungsanstalt hinterlassen, auf die wir stolz sein können.

Viele bedeutende Persönlichkeiten haben hier ihre Prägung erfahren oder haben selbst hier als Pädagogen gewirkt. Die Bergschule war weit über die Region hinaus berühmt und auch außerhalb der Landesgrenzen ein Begriff. Wir dürfen aber nicht nur stolz sein, sondern wir müssen uns auch der Verantwortung bewusst sein, die wir übernommen haben, als wir uns entschieden haben, an dieser Schule zu lernen oder zu lehren. Die Bergschule war über Jahrhunderte wie auch etliche andere Schulen in Siebenbürgen eine Lehranstalt, die vor allem von jungen Siebenbürger Sachsen besucht wurde. Sie war aber immer auch für andere Nationalitäten des Landes offen. Freilich war die Unterrichtssprache immer Deutsch, wobei aber die jeweilige Landessprache nie zu kurz kam.
Das Großartige und Zukunftsweisende an unserem schönen Siebenbürgen ist ja gerade die Mehrsprachigkeit. Die Geschichte dieses Landes hat uns in gewisser Weise für die Zukunft fit gemacht. Wir leben nämlich nach der großen Zeitenwende in einem Zeitalter der europäischen Integration. Die Staaten wachsen zusammen. Die Völker werden lernen müssen, sich miteinander zu verständigen.

Umso wichtiger wird es sein, dass junge Menschen die Sprachen anderer Völker erlernen und deren Kultur kennenlernen. Die deutsche Sprache gehört zu den wichtigsten in Europa und wird von über hundert Millionen Menschen gesprochen. Sie ist auch in Siebenbürgen verwurzelt und kann hier auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Auswanderung vieler Siebenbürger Sachsen in den letzten Jahren ändert nichts an dieser Tatsache. Wie wäre es sonst zu erklären, dass so viele junge Menschen nichtdeutscher Abstammung sich entscheiden, eine deutschsprachige Schule zu besuchen? Es ist eine kluge Entscheidung, denn der Mehrsprachigkeit gehört die Zukunft, und unsere Bergschule bietet die idealen Voraussetzungen dafür, wenn sie an ihre segensreiche Tradition anknüpft und ihr einst sehr hohes Niveau fortführt bzw. wieder anstrebt.

Die Hermann-Niermann-Stiftung hat sich neben anderen Zielen stets für die Weiterverbreitung und Stärkung der deutschen Sprache und Kultur in Osteuropa auf der Basis der Toleranz und gegenseitigen Verständigung und Wertschätzung in einem zusammenwachsenden Europa eingesetzt. Deshalb hat sie sich entschieden, eine enorme Summe bereitzustellen, dieser einzigartigen Bildungsstätte zu einem modernen Standard zu verhelfen. Natürlich geht sie davon aus, dass eine klar akzentuierte deutsche Abteilung das besondere Merkmal dieser Schule ist und bleibt. Die äußeren Voraussetzungen sind nun in der Bergschule geschaffen und werden in den nächsten Jahren auch in den anderen Gebäuden der Haltrich-Schule geschaffen. Jetzt liegt es an Ihnen, meine Damen und Herren und sehr verehrter Herr Direktor, der pädagogischen und unterrichtlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Die gelungene Erneuerung des Gebäudes kann, wenn die Chance genutzt wird, ein hervorragender Anlass für einen sicher dringend nötigen Neuanfang auch in der Pädagogik und im Betriebsklima sein. Diese Chance sollte m.E. nicht ungenutzt verstreichen, denn sie kommt so bald nicht wieder. Wann, wenn nicht jezt, könnte eine optimistische Aufbruchstimmung einkehren? Es muss Spaß machen, in die Bergschule zu gehen und es muss Spaß machen, an der Bergschule zu unterrichten. Und man muss stolz sein können, zu dieser Schule zu gehören. Es muss wieder etwas Besonderes werden, Bergschüler oder Lehrer an der Bergschule zu sein. Es liegt gewissermaßen in der Luft, und ich spüre in vielen Gesprächen, dass jeder förmlich darauf wartet. Dafür muss aber von allen viel getan werden, von Lehrern, Schülern, Eltern und vor allem von Ihnen, sehr verehrter Herr Direktor. Das kommt nicht von allein. Wecken Sie den Ehrgeiz, schaffen Sie einen Teamgeist, akquirieren Sie zusätzliche dynamische tüchtige Lehrkräfte und schaffen Sie eine Atmosphäre des Aufbruchs und des Optimismus. Wenn Ihnen das gelingt, bekommen Sie die perfekte Schule.

Sicher, das ist leicht gesagt. Ich halte es aber für möglich, vorausgesetzt, es werden Wege gefunden, dass alle Lehrer, Schüler und Eltern in den Neuanfang eingebunden werden. Natürlich muss zunächst jeder seine Pflicht gewissenhaft tun und keinen Schlendrian aufkommen lassen, wie z.B. in der deutschen Abteilung sein Fach aus Bequemlichkeit kurzerhand in rumänischer Sprache zu unterrichten, oder die Unterrichtszeiten nicht pünktlich einzuhalten. Auch wenn es noch so veraltet klingen mag: Wo man es mit jungen, heranwachsenden Menschen zu tun hat, ist immer noch die Glaubwürdigkeit und das persönliche Vorbild am wirkungsvollsten. Das ist aber eine Binsenweisheit und sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Worauf es ankommen wird, ist, neue Wege der Schulentwicklung und Schulgesaltung zu beschreiten, wofür es erfolgreiche Beispiele gibt, die man übernehmen kann. Man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden. Wenn das ernsthaft angegangen wird, werden zwangsläufig Energien freigesetzt, die sonst ungenutzt bleiben. Wie wäre es mit Arbeitskreisen aus Lehrern, Eltern und Schülern? Warum soll die Bergschule nicht auch einen Elternförderverein ins Leben rufen?
Es ließen sich noch eine Fülle von Möglichkeiten aufführen. Man muss sie nur angehen. Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass mit Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit fast alles zu erreichen ist. Man muss es nur wollen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herr Direktor, nachdem ich im Bereich des Schulmanagements über einige Erfahrung verfüge, biete ich mich, sofern Sie das wünschen, gerne zu einem laufenden Ideenaustausch an, solange ich noch hier in Schäßburg bin, denn die Bergschule ist mir inzwischen noch mehr ans Herz gewachsen. Wenn Sie auf mich zukommen, werde ich mich nicht verweigern. Warum sollen wir mit vereinten Kräften nicht in der Lage sein, die Bergschule wieder zur besten Schule der Region zu machen? Das leuchtet mir nicht ein. Es steckt doch in uns allen genügend Potential. Wir müssen es nur entfalten.

Ich halte es für angebracht, auch ein paar Worte an diejenigen zu richten, deretwegen wir den großen Aufwand betrieben haben, nämlich die Schülerinnen und Schüler. Liebe Schülerinnen und Schüler, ihr habt ein Recht darauf, in einem ordentlichen Gebäude ordentlich unterrichtet zu werden und euch auf euer späteres Leben so gut wie möglich vorzubereiten. Wir haben diese eure Schule rundum erneuert, damit Ihr unter bestmöglichen äußeren Bedingungen lernen und euch entfalten könnt. Es sind insgesamt fast 340.000,- EURO ausgegeben worden, und eine Vielzahl von Menschen haben sich ab-geplagt, einige von Ihnen ehrenamtlich und für Gottes Lohn. Eine erneute Renovierung wird so bald nicht mehr möglich sein. Wir haben dabei nur an euch gedacht, denn Ihr seid die Nutznießer. Ihr werdet mir zustimmen, wenn ich sage: das Werk ist gelungen und es wird euch sicher großen Spaß machen.

Ich muss euch dennoch ganz deutlich sagen, dass ihr jetzt aber auch eine ganz große Verantwortung zu tragen habt. Es sollen noch viele Schülerinnen und Schüler in den Genuss kommen, in eine ordentliche Schule zu gehen, denn auch sie haben ein Recht darauf. Ich bitte euch darum ganz herzlich: Behandelt die Schule pfleglich! Die nachkommenden Klassen werden es euch danken. Wie heißt die Inschrift auf der Vorderfront? PATRIAE FILIIS VIRTUTI PALLADIQUE SESE VOVENTIBUS SACRUM "Den Söhnen des Vaterlandes, die sich der Tugend und Wisenschaft weihen, ein Heiligtum".

Ja, meine lieben Schülerinnen und Schüler, da seid Ihr gemeint. Und wenn Ihr den Eindruck habt, nicht optimal unterrichtet zu werden, dann stellt Eure Forderungen! Ihr habt das Recht dazu. Jetzt wünsche ich Euch aber erst einmal viel Freude und vor allem viel Erfolg!

Sehr geehrter Herr Direktor, hiermit übergebe ich Ihnen den Schlüssel zur erneuerten Bergschule und wünsche Ihnen persönlich alles Gute und als Schulleiter viel Fortüne!


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