Blasmusikkonzert
Treffen ehemaliger Schüler der Schäßburger Bergschule

Vor 27 Jahren in Schäßburg
"Im grauen Monat November war's, die Tage wurden trüber", als
- in Abwandlung von Heines Wintermärchen" - ehemalige Bergschüler
nach Bad Kissingen hinüberfuhren, um sich in der Bildungs- und Begegnungsstätte
"Heiligenhof" erstmals jahrgangsübergreifend zu treffen.
Zunächst war das Ganze als Zusammenkunft ehemaliger Mitglieder der
Blaskapelle von Musiklehrer Uwe Horwath angedacht worden, der 1970 die
Schülerblaskapelle, an die Tradition anknüpfend, neu gegründet
und sich als Totum Factum während der 70er-Jahre um das musische
Geschehen an der Bergschule verdient gemacht hatte. Doch auch die Mitwirkenden
der anderen Ensembles wie Tanz- und Theatergruppe, mit denen die Bergschule
im kulturellen Leben der Stadt wie der Region für Aufsehen gesorgt
und viel Beifall erhalten hatte, meldeten ihr Interesse an. So zogen die
Planungen immer weitere Kreise, bis schließlich alle Absolventen
der Jahrgänge 1971 bis 1981 - soweit erreichbar - angesprochen wurden.
Die Gesamtregie des Treffens führte Fritz Richter, der sich als ehemaliger
Tschinellist entsprechend Gehör zu verschaffen wusste.

Seminaristenmarsch - Foto: Thomas Mügend

Oberkrainer Polka - Foto: Thomas
Mügend

Schneewalzer - Foto: Thomas Mügend
Den über hundert ehemaligen Bergschülern, die sich am 23. November
im "Heiligenhof" einfanden, ging es nicht anders als Dr. Karl
Scheerer, dem neu gewählten Vorsitzenden des Schäßburger
Bergschulvereins, der bekannte: "Die Zeit an der Bergschule blieb
für immer in meinem Gedächtnis haften und die Erinnerung an
sie hat mich mein ganzes Leben lang begleitet." Denn da gab es nicht
nur gemeinsam Erlebtes aufzufrischen, es gab vor allem auch viel Neues
zu erfahren über die Gegenwart der Schulkollegen und -freunde von
einst und gleichzeitig zu spüren, wie sich ein längst verloren
geglaubtes Lebensgefühl wieder einstellt. Denn alle waren - um noch
einmal Heine zu bemühen - früher oder später "nach
Deutschland hinübergefahren" , wo sie ein anderes, auf neue
Weise fremdbestimmtes Leben aufnehmen mussten. Nicht zuletzt deshalb war
dieses Treffen ein beglückendes Fest des Wiederfindens anderer und
des Zurückfindens zu sich selbst - das Wunder, dass alle das Gefühl
hatten, in einem Jungbrunnen zu baden!
Uwe Horwath gelang zudem das Kunststück, mit seinen Bläsern
von einst, die ihre Instrumente dabei hatten, einen Auftritt zu bestreiten
und Schwung in die Gemüter zu bringen. Für alle Bewegungswütigen
bot Alleinunterhalter Günther Schotsch die anfeuernden Rhythmen,
Edeltraud Guist stellte im Handumdrehen eine Tanznummer auf die Beine
und Walther Fredel ließ mit "Det Schweng", dem mundartlichen
Glanzstück seiner ehemaligen Gedichtvorträge, vergnügliche
Erinnerungen an die Programme von einst wieder aufleben.
Dass am nächsten Morgen der "Schäßburger Gruß"
die verkaterte Gesellschaft zum Frühstück weckte, gehörte
selbstverständlich auch dazu. Es war ein besonderes Erlebnis, das
deutlich machte:
Der Geist der Bergschule lebt weiter! Und beim Abschied wünschten
sich alle eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Zusammenfassungaus den Berichten der Teilnehmer

Letztes Update: 2003-03-01
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