HOG-Schäßburg / Siebenbürgen


Pfarrerin Helga Rudolf stellt sich vor

Von und über Helga Ingrid Rudolf

Im T-Shirt: "Sieh dich vor - Christ mit Humor" kommt Frau Rudolf daher: Wer oder was ist sie? Sie ist Elektrikerin, Lehrerin, … Pfarrerin; meist gutgelaunt und optimistisch, manchmal ein Wirbelsturm …

Pfarrerinnen der evangelischen Kirche in Rumänien gibt es seit 1999. Eine ordinierte Pfarrerin in Schässburg gibt es seit etwa einem Jahr.
Die LKI (Landeskirchliche Information) Nr. 23-24/Dezember 2002, S. 16 berichtete:
"Am 11. Dezember 2002 fand die Ordination der Pfarramtsverweser [=Pfarramtverwalter] Alfred Rudolf DAHINTEN (Heltau), Hildegard Johanna DEPNER (Mediasch), Helga Ingrid RUDOLF (Schässburg) und Gerhard Octavianus SERVATIUS (Mediasch) in Mediasch statt.
Dem Ordinationsgespräch folgte … der Odinationsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche zu Mediasch. Als Assistenten wirkten die Dechanten Reinhard Guib (Mediasch) und Hans Bruno Fröhlich (Schässburg), … Bischof D. Dr. Christoph Klein übernahm Ordinationspredigt und -handlung und die Schlussliturgie. …"

Nun möchte man vielleicht wissen, wer diese Helga Ingrid Rudolf ist. Eine Kurzfassung des Lebenslaufs gibt Aufschluss: "Am 29. Mai 1968 wurde ich, Helga-Ingrid Rudolf, in Kronstadt geboren. Meine Eltern leben als Rentner in Kronstadt. Ich habe 3 ältere Geschwister, bin ledig und habe keine Kinder.
Nach der Wende konnte ich die Lehrerausbildung besuchen und nahm am Kurs für Religionspädagogik teil. Mit 27 Jahren (1995) verließ ich Kronstadt, als ich in Hermannstadt das Theologiestudium begann. Ein Jahr davon durfte ich in Jerusalem an der Hebräischen Hochschule studieren (Altes Testament, Judentum). Nach dem Vikariat in Schässburg bei meinem Vikarslehrer, Pfarrer Johannes Halmen, legte ich Juni 2002 die Pfarramtsprüfung ab.

Meine Berufstätigkeit beginnt jedoch in Kronstadt, 1987, wo ich als Grundschullehrerin unterrichtete. Mein kirchlicher Lebensweg: Getauft und konfirmiert wurde ich in Kronstadt. Ich war in der evangelischen Jugendgruppe und lernte gelebte Ökumene kennen. Zwei Jahre stand ich der charismatischen Bewegung nahe. Dann wieder nahm ich am evangelischen Gemeindeleben teil, an der Jugendarbeit und der Frauenarbeit. Während des Theologiestudiums in Hermannstadt bildeten die ökumenischen Andachten einen Schwerpunkt und ich knüpfte den Kontakt zur jüdischen Ortsgemeinde. Die Nähe zur Kirche ist durch den Kronstädter und Hermannstädter Bachchor gefördert worden.
Abschließend kann ich sagen: Die schöne, fröhliche und sorgenfreie Kindheit verdanke ich meinen Eltern und Geschwistern. Durch meine Taufpaten erfuhr ich auch außerhalb der Familie christliches Leben. Meine Grundschullehrerin verstand es mit einem Wildfang wie mir fertig zu werden, ohne ihm die Lebensfreude zu nehmen. Meine eigenen Schüler prägten mich ebenfalls, es wurde eine gute und ausgefüllte Zeit. Meine Mitmenschen hatten Zeit für meine Fragen, für den Spaß und den Ernst des Lebens.
Für das alles danke ich ihnen und Gott von Herzen."

Die Treppen hier in Schässburg erinnern an Jerusalem. Beides wohl: Land und Leute, Stadt und Städter halfen mir heimisch zu werden. Schässburg ist die fünftgrößte Kirchengemeinde (nur Hermannstadt, Bukarest, Kronstadt und Mediasch haben ebenfalls mehr als 500 Gemeindemitglieder). Schässburg ist mein Zuhaus, ich treffe Bekannte, lege eine Pause beim Treppensteigen ein; gewinne Schässburg und die Schässburger mit jedem Tag lieber.

Allen Lesern von Nah und Fern, wünsche ich Gottes Segen zum Neuen Jahr 2004 mit dem Psalm 119,105: "Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege." und, als Christ mit Humor, kann man weiterführen:
und: "Unser Glaube sollte unser Lenkrad sein - nicht unser Ersatzreifen!" oder: "Mit Ausdauer kam auch die Schnecke in die Arche."

Pfarrerin Helga-Ingrid Rudolf (Schäßburg)


 

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Letztes Update: 2004-01-24 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg