HOG-Schäßburg / Siebenbürgen

 

Vermittler deutscher Kulturauf vier Kontinenten

Richard Lang


Richard Lang

Die Goethe-Institute in aller Welt verstehen sich als Vermittler deutscher Kultur und Sprache. Willy Brandt nannte sie "die dritte Säule der Außenpolitik".
Richard Lang ist zur Zeit Leiter des Goethe-Instituts in Guadalajara / Mexiko.
Der am 9. August 1945 in Schäßburg geborene "Bergschüler" studierte in Bukarest germanische Sprachen, Kunstgeschichte und Weltliteratur. Damit setzt er eine gewisse Familientradition fort, Vater war geschätzter Lehrer an der Schäßburger Bergschule und Professor an der Universität Klausenburg, und Großvater war über viele Jahre hinweg Direktor der Knabenschule in Schäßburg.

Von 1963-1974 arbeitete Richard Lang als Rundfunkredakteur der deutschen Sendung des Bukarester Auslandsrundfunks.
Seit 1976 ist Richard Lang Mitarbeiter des Goethe-Instituts und durchlief dort die Stationen vom Sprachlehrer zum Dozenten - mit Praktikum in Buenos Aires/Argentinien - vom Referenten für Kulturprogramme zum Leiter der Sprachabteilung und schließlich zum Institutsleiter. Für das Goethe-Institut war er in Deutschland wie auch im Ausland tätig. So wirkte er in München, Murnau, Kochel am See, Schwäbisch Hall und in New Delhi/Indien, sodann ab 1995 als Institutsleiter zuerst in Lagos/Nigeria und seit 1999 im mexikanischen Guadalajara.

Ob in Bukarest oder Delhi, vor allem aber in Lagos und anderen afrikanischen Orten mit Goethe- Institut, gibt es eine große Nachfrage und Wartelisten für deutsche Sprachkurse. Zur Alltagsarbeit der Goethe-Institute gehören neben der Erteilung exemplarischen Deutschunterrichts, Bibliotheks- und Informationsarbeit, auch die Veranstaltung von Kulturprogrammen, Organisation und Betreuung von Gastspielen deutscher Künstler, interkulturelle Begegnung von Wissenschaftlern. Es sind die mit Partnern aus dem Gastland gemeinsam ausgearbeiteten Kulturkalender mit mehreren Dutzend Projekten im Jahr, zu denen Ausstellungen, Theater- und Filmarbeit, Seminare und Workshops sowie Beteiligungen an Messen und Festivals gehören.

Zu Langs interessantesten Projekten zählten Kulturvergleiche mit Deutschland in Indien, Westafrika und Lateinamerika. Er beteiligte sich an grenz- und religionsübergreifenden Kulturraumprojekten im Himalajagebiet und beschäftigte sich mit der bildhaften Vermittlung von Fremdkulturen.
Der Anstoß zu und die Durchführung von, dem Wortsinn nach verstandenen interkulturellen Arbeit in den Theaterprojekten "Africa Project" (mit Magisterarbeit an der Universität Freiburg/Breisgau), die SAT-3-Dokumentation "Regie über Kreuz" sowie die erstmalige Präsentation afrikanischen Theaters in großen Schauspielhäusern Deutschlands und nicht zuletzt das "Proyecto Quetzalcóatl" in Mexiko, ergänzen die Bandbreite seiner kulturellen Aktivitäten. Das letztgenannte Projekt betrifft die Verbindung von Indianerkultur mit moderner Theaterästhetik.
2002 veranstaltete Richard Lang das Gründungsseminar zur ersten virtuellen Filmzeitschrift Lateinamerikas. Auch konzipierte und organisierte er die 1. Weltkonferenz für "alternative" medizinische Systeme mit Themen wie Ayurvedha, die traditionelle chinesische Medizin, Unani, die Tibetische Medizin und die indische Homöopathie Siddha.

Neben Deutsch und Rumänisch ist für einen Weltenbummler wie Richard Lang auch Englisch und Spanisch selbstverständlich, Hindi und Yoruba kamen bruchstückhaft hinzu. Seine Reise- und Kultureindrücke werden in sogenannten Rundbriefen für Freunde skizzenhaft dokumentiert.
Ab Januar 2005 wird Familie Lang in Colombo, Sri Lanka (Ceylon) zu Hause sein. Als Leiter des Goethe Institutes erwarten Richard Lang bekannte und unbekannte, sicherlich aber spannende Aufgaben in einer neuen Welt. Richard Lang ist verheiratet mit der argentinischen Künstlerin Cora Lia Espagnol und Vater von drei Kindern, die allesamt dreisprachig aufwuchsen.

Hermann Theil (Weinsberg)

 

 

balken.gif (7924 Byte)

Letztes Update: 2004-07-25 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg