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HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
Bundesverdienstkreuz für einen SchäßburgerDr. Ing. Gustav Wonnerth![]() Dr. Ing. Gustav Wonnerth Am 26.2.1920 wurde Gustav Wonnerth als Sohn des ev. Pfarrers Gustav Wonnerth
und Frau Elise geb. Teutsch (aus der angesehenen Schäßburger
Bürgerfamilie Teutsch stammend) in Kreisch bei Schäßburg
geboren. Zu seiner Ausbildung schreibt Gust Wonnerth weiter: "An meine Gymnasialzeit schloss sich 1938 die Ableistung des halbjährigen Untertagepraktikums für das Bergbaustudium an der Bergbauakademie Freiberg in Sachsen an. Im Herbst 1943 legte ich dort die Diplomprüfung ab; Thema meiner Diplomarbeit waren aktuelle Probleme der Erdöltiefbohrtechnik. Die Veröffentlichung meiner Diplomarbeit in Fachzeitschriften hatte 7 Stellenangebote zur Folge." Noch vor seinem Kriegseinsatz heiratete er Jutta Müller die Tochter des bekannten Schäßburger Chirurgen Dr. med. Cornel Müller. Zwei Töchter Cornelia und Uta sind aus dieser Ehe entsprossen. Als Soldat der deutschen Wehrmacht geriet Wonnerth in den letzten Kriegstagen im Kessel von Budapest in russische Kriegsgefangenschaft. Die Schachtanlagen des Donezbeckens wurden nun für einige Jahre der erste Standort seiner beruflichen Qualifikation. Schon in den ersten Tagen wurde er von der Unternehmensleitung als Fachmann entdeckt und als Berater zur Bewältigung der äußerst schwierigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen der Zeit herangezogen. Er unterbreitete dem Direktor der Schachtanlage einen Sanierungsplan für den Wiederaufbau einschließlich der Erfüllung des staatlich vorgeschriebenen Plansoll`s. Der Sanierungsplan wurde angenommen und mit Erfolg umgesetzt.. Vielen seiner Mitinhaftierten, Wehrmachtsangehörige oder Verschleppte, wurden dadurch die Lebens- und Arbeitsbedingungen erleichtert und somit das Überleben ermöglicht. Sein Sanierungsplan avancierte in der Folge zum Modell für russische Schachtanlagen. Über das Entlassungslager in Kiew und das Lager Ghencea bei Bukarest
1951 und langwierigen Verhandlungen wurde er 1952 nach Österreich
entlassen, wo er sich mit seiner Frau wiedersah. Die nächste Station seiner beruflichen Laufbahn wurde die "Montanunion" in Luxemburg die "Hohe Behörde" der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, mit der die wirtschaftliche und politische Integration Europas begann. Dort vertrat er Deutschland erfolgreich über 15 Jahre lang. Erst Referent, dann Berater und schließlich als Direktor E.H. der EU - Kommission Aufbau und Leitung des Bereiches "Technische Forschung Kohle". Im Mai 1964 erhielt er vom Präsidenten der Montanunion als Annerkennung
seiner treuen Dienste die Robert-Schumann-Medaille. Zum Erhalt des Bundesverdienstkreuzes schreibt Gustav Wonnerth in seinem
Lebenslauf: Die Gemeinschaft der Schäßburger gratuliert Dir lieber Gust zu dieser hohen Auszeichnung, wir sind stolz auf Deine Leistungen und wünschen Dir aus ganzem Herzen noch viele gesunde Jahre. Walter Lingner (Düsseldorf) |