Nachgelesen im
Wochenblatt "Jurnalul Sighisoara Reporter" von Mitte Mai bis
einschließlich Oktober 2004
In Folge 21 der Schäßburger Nachrichten endete die
Zusammenfassung aus JSR mit Nr. 334/12.5.2004. Inzwischen wissen wir,
dass Ioan Dorin Danesan im Amt des Bürgermeisters für weitere
vier Jahre bestätigt wurde, auch dass das Deutsche Forum Schäßburg
als zweitstärks¬te Kraft aus den Kommunalwahlen am 6. Juni hervorging.
Drei Stadträte von insgesamt 19 stellt unser Lokalforum: Harald Gitschner,
Stefan Gorczyca und Adolf Hügel. Der neugewählte Stadtrat hat
sich konstituiert, arbeitet konstruktiv, in kollegialer Atmosphäre,
zum Nutzen Schäßburgs und seiner Bürger, erfahren wir
aus Berichten in dem Lokalblatt.
* In vorhergehender Nachlese schrieb ich u. a.: In der Stadt tut sich
was. Das möchte ich hier anhand eines Beispiels unterstreichen. Schäßburg
hat z. Z. eine Transitstrasse, von Weisskirch beginnend und bis zur Gabelung
Mediasch/Neumarkt (Kreisverkehr), mit vollständig erneuertem Asphaltbelag,
ohne Schlaglöcher, mit profesionell ausgeführter und dem Auge
gefälliger Strassenmarkierung und neuen Verkehrszeichen. Das ist
eine einmalige Situation in Rumänien. Letzte Arbeiten an den Straßenzügen
des Ortskerns werden noch vor Wintereinbruch fertiggestellt. Die Erneuerung
der Gehwege im Zentrum und in zentrumsnaher Lage erfolgte gleichzeitig,
ein Abschluss dieser Arbeiten ist auch schon in diesem Spätherbst
möglich.
* Am 21. und 22. Mai fand das Kastanienfest statt (ab nächs¬tem
Jahr unter neuem Namen: „Fest unter dem Kastanienbaum“, jenem
vom Burgplatz). Schwerpunkt der Veranstaltung: das Ehrenamt. Ein minutiös
ausgearbeitetes Projekt versucht, den Begriff ehrenamtliche Tätigkeit
in und zum Nutzen der Gemeinschaft den Bürgern schmackhaft zu machen,
sie zu mobilisieren, den Unterschied zu früherem „patriotischen“
Pflicht-Arbeitseinsatz aufzuzeigen.
* Der Wahlaufruf und das Wahlprogramm des Deutschen Forums standen unter
der Losung: „Ein Mann, ein Wort!“, „Noi ne tinem de
cuvant!“. Jetzt, in Kenntnis des Wahlerfolges, ist festzustellen,
dass diese Worte zündeten. Auffallend viel Raum für Wahlwerbung
in der Lokalzeitung wurde dem damals amtierenden und nun wiedergewählten
Bürgermeis¬ter bereitgestellt.
* Die Stiftung „Luminita“ bietet Alphabetisierungskurse an.
Zwölf junge Schäßburger nehmen dieses Angebot an. Weitere
Inititiven dieser Stiftung: Schülern aus sozial schwachen Familien
wird ein Mittagessen ausgegeben, bei Erledigung der Hausaufgaben wird
pädagogische Begleitung angeboten.
* Ein nicht unterschriebener Beitrag in Ausgabe 335/19.5.04 befasst sich
mit der Wirtschaft Schäßburgs in den Jahren der „Volksmacht“.
Interessant, vor allem für jüngere Jahrgänge, die Auflistung
der im Juni 1948 verstaatlichten Unternehmen: Daniel West – Gießerei
und Herstellung landw. Geräte und Maschinen, Hercules – Mauer-
und Dachziegelherstellung, Essigmann – Textilfabrik, Matzak –
Textilfabrik, Tirnavele – Textilfabrik, Ardeleana – Textilfabrik,
Gh. Vintila – Textilfabrik, Sighisoareana – Seidenweberei,
Zimmermann – Stofffabrik, Lingner – Textilfabrik, Broser –
Spiritusbrennerei, Agromex – Butter- und Käsefabrik, Elektrizitäts-
und Wasserwerk, Ambrosius – Stoffe und Zu¬behör für
Schneidereien, Sanitaria – Herstellung medizinischer Spritzen (getreue
Übernahme aus JSR, ohne Gewähr). Ebenda folgende Angaben betreffend
die Einwohnerzahlen (Jahr, Einwohnerzahl): 1941 – 14941, 1948 –
15992, 1966 – 26199, 1977 – 33208, 1980 – 42210, 1989
– 44534. Bedeutendste Industrieunternehmen nach 1948: Glas- und
Fa¬yencefabrik, Nicovala – Apparate, Geräte und Maschinen
für die Leichtindustrie, Email(gefäße)fabrik, Stoff-,
Baumwoll- und Seidenwebereien, Konfektionsfabrik (vornehmlich Hemden-
und Blusenherstellung).
* Die Hermann-Niermann-Stiftung aus Düsseldorf wird – nach
Irritationen im Verhältnis zu Bürgermeisteramt und Schuldirektion,
inzwischen beigelegt, – nun doch die Renovierung aller noch nicht
in Angriff genommenen Gebäude, zum Josef-Haltrich-Lyzeum gehörig
(d. s. die Schule in der Schanzgasse und der Komplex Michael-Albert-Haus
samt dem Stein des Anstoßes, dem ausgebrannten Gebäude in der
Nachbarschaft des Lederer¬turmes), fortsetzen und beenden.
* Der Verein „Nachhaltiges Schäßburg“ (Sighisoara
Durabila) bemüht sich durchzusetzen, dass das gesamte Breite-Plateau
den Status eines Nationalparks erhält und in Folge für den Öko-Tourismus
freigegeben werden soll.
* Zitat aus einer Botschaft des Deutschen Forums Schäßburg
nach un¬erwartet gutem Wahlergebnis bei den Kommunalwahlen: „Im
kollektiven Gedächtnis Schäßburgs ist ein Quantum Anerkennung
gegenüber der deutschen Gemeinschaft, die der Stadt den zivilisato¬rischen
und kulturellen Stempel entscheidend aufgedrückt hat, gespeichert.
Die 2071 erhaltenen Stimmen verdanken wir auch den Sachsen, die über
Jahrhunderte hinweg in dieser Stadt lebten.“
* In Ausgabe Nr.340/23.6.04 wird daran erinnert, dass Hermann Oberth vor
110 Jahren geboren wurde. Einige Stationen seines Lebens und sein Lebenswerk
finden Erwähnung. Eine zu bescheidene Darstellung angesichts der
Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der heute in Schäßburg
lebenden Bürger wenig bis gar nichts über Hermann Oberth weiß.
* Die Jungenhandballmannschaft des Zaharia-Boiu-Lyzeums erringt die Goldmedaille
bei der Olympiade des Schulsports. Hingegen stehen Schäßburger
Fußballer im Regen, ohne Klub oder Schirmherren.
* Im Zuge der Sanierung der Gehwege soll auch die Straßenbeleuch¬tung
erneuert und mit der Stadt angepassten Lampen bestückt wer¬den.
* In Ausgabe 341/30.6.04 werden die am 6.6.04 gewählten Stadt¬räte
vorgestellt. Im Folgenden eine Vorstellung derer, die vom Lokalforum aufgestellt
wurden: Ottmar Harald Gitschner, geb. 1.12.1946 in Schäßburg,
verheiratet, studierte Maschinenbau und Management, ist Ingenieur und
General¬direkor der Parat Ro GmbH Schäßburg; Stefan Gorczyca,
geb. 12.8.1958 in Schäßburg (Mutter geb. Frank), verheiratet,
Ingenieur, z. Z. Produktionsmanager bei Hochland Ro¬mania GmbH in
Schäßburg; Adolf Hügel, geb. 6.1.1943 in Schäßburg,
verheiratet, Chemie-Ingenieur, Rentner.
* Im Gewerbevereinshaus eröffnet die Banca Transilvania ihre Schä߬burger
Zweigstelle.
* Der Verein „Sighisoara Durabila“ äußerte sich
kritisch über den geplanten Verlauf der Autobahn Bors – Kronstadt.
Eine genaue Streckenführung dieser geplanten Autobahn in der Schäßburger
Umgebung liefert der Archäologe des Museums, Dr. Gh. Baltag: Nördlich
von Elisabethstadt wird die Autobahn das Großkokler Tal erreichen,
bis ca. 1 km nach Dunesdorf paralell zur Bahnlinie und National¬straße
ostwärts verlaufen, dann die Bahn¬linie und die Straße
über- oder unterqueren, in das Bajendorfer und Peschendorfer Tal
einmünden und nach Durchquerung eines kompakten Waldgebietes das
Harbachtal in der Nähe von Neithausen erreichen.
* „Floare de Colt“ (Edelweiss) nennt sich eine Initiative,
die sich die Bekämpfung häuslicher Gewalt aufs Banner geschrieben
hat; Frau Petronia Popa steht ihr vor.
* Ins Leben gerufen wurde eine private Dienststelle für medizini¬sche
Betreuung am Wohnort, breit gefächert, mit Namen „ASIDOR“.
* Das christliche sozial-medizinische Zentrum, im Vorbericht bereits erwähnt,
steht kurz vor der Eröffnung. Etwa 40 alte und arme, ver¬einsamte
Menschen sollen dort tagsüber betreut werden. Wir erinnern daran,
dass diesem Projekt nicht rückzahlpflichtige 180000 E aus PHARE-Mitteln
zuflossen.
* Einen Nachruf auf Metta Kovacs bringt JSR Nr.344/21.7.04. Darin heißt
es u. a.: „Cind sasii se duc ... in cimitirul din deal, lasa case
goale si goale locuri pe care cu greu le mai umple cineva la fel de consistent
si de temeinic.“
* Drei lange Tage, vom 30. Juli bis einschliesslich 1. August, stand die
Stadt in Belagerungszustand. Das Festival „Mittelalterliches Schäßburg“
bestimmte ihre Geschicke.
* Das Internationale Festival für Akademische Musik (5.8.04 –
11.8.04, gleichgeschaltet mit der „Musikalischen Som¬merakademie“)
stand(en) unter der Schirmherrschaft des Bürger¬meisteramtes.
Die Stiftung PRO HELVETIA war Organisator, Aus¬tragungsort war der
Festsaal des Bürgermeisterhauses.
* Neu in Schäßburg: Vom 2.–7. August fand der erste „Handwerkermarkt“
statt. Wiederbelebung des traditionellen Handwerks sei Zweck und Ziel
dieser Schau. Die mittelalterliche Kulisse der Burg bot den adäquaten
Rahmen. Etwa 20 Handwerker aus den Kreisen Mieresch, Hermannstadt, Harghita,
Covasna und Suceava folgten der Einladung der Stiftung „Veritas“,
vertreten durch Frau Dorothy Tarant.
* In einem umfassenden Beitrag mit dem vielsagenden Titel „Das Geschichtliche
Museum in Schäßburg – wissenschaftliche Institution oder
Warenlager?“ wird der desolate Zustand des von unserem Vor¬gänger
Dr. Josef Bacon vor über 100 Jahren gegründeten Museums (in
den vergangenen Jahrzehnten immer wieder geschichtsfälschend um¬strukturiert)
beschrieben. Amateurhaftigkeit, Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit
sind die Attribute, die der Leitung und den Mitarbeitern vorgeworfen werden.
Zwei Zuschriften von Museumsbesuchern aus Klausenburg und Konstantza blasen
ins selbe Horn.
* Vasile Muntean bespricht Folge 21 der „Schäßburger
Nachrichten“ (Juni 2004), hebt den Beitrag Hermann Theils „Schäßburgs
euro¬päische Zukunft“ besonders hervor. Ebenfalls Muntean
bespricht den „Bildband Schäßburg, aus Vergangenheit
und Gegenwart“. Wird als Ergänzung zu „Schäßburg,
Bild einer siebenbürgischen Stadt“ gewertet und als „eine
Art illustrierte Geschichte Schäßburgs“ umschrieben.
* Ende Juli erschien eine Pferdekutsche auf der Burg. (Erinnerungen werden
wach an Zeiten, wo noch Kutschen den Personentransport in der Stadt bestellten,
und das bis in die 50-er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als sie dann
den Benzinkutschen weichen mussten.) Für 50000 Lei (=1,25 Euro) kann
man sich über holpriges Burgpfla¬ster fahren lassen, 150000 Lei
(=3,75 Euro) decken die Kosten einer Fahrt außerhalb der Burgmauern.
Eines ist gewiss: Besser als die zig Blechkarossen, die die Burgstraßen
vollstopfen, passen die Pferdekutschen ins Bild.
* Das unterkühlte Verhältnis der Restauro-Messerschmitt-Stiftung
versus Bürgermeister(amt), siehe auch „Schäßburger
Nachrichten“, Folge 21, Seite 47, hat sich nicht gebessert. Das
erfahren wir aus einem Gespräch des JSR mit dem Vorsitzenden Dr.
Hans Heinrich Srbik. Hieraus zunächst einmal Erfreuliches: Die Messerschmitt-Stiftung
wird sich vorerst einmal mit 20000 Euro an den Restaurierungsarbeiten
der Klosterkirche (Dach und Fassaden) beteiligen. Zuwendungen seitens
der HOG seien ebenfalls zu erwarten. Die Ar¬beiten am Haus mit dem
Hirschgeweih seien in die Schluss¬phase getre¬ten, der Weg sei
frei für kulturelle Veranstaltungen in den hier¬für vorgesehenen
Räumlichkeiten.
* Dann aber: Schäßburgs Administration möge sich glücklich
wähnen, dass Stiftungen wie Messerschmitt und Niermann sowie der
Mihai-Eminescu-Trust an der Stadt und seinen Baudenkmälern interessiert
seien. Herr Dr. von Srbik zeigte sich ungehalten auch wegen einer unüberlegten
Äußerung des Bürgermeisters betreffend die Nutzung des
Hauses mit dem Hirschgeweih. Man bedenke, dass dieses Haus die Messerschmitt-Stiftung
mit Schäßburg verbinde. Ohne diesen Fixpunkt hätte man
Schäßburg nach Ablauf der Bergkirche-Restaurierung verlassen.
Betreffend eine mögliche Beteiligung an der Restaurierung des Zinngießerturms,
dessen Bauzustand katastrophal sei, ist man weiterhin interessiert, setze
aber voraus, dass ein mit dem Vorgänger im Bürgermeisteramt
(Herrn Stefanescu) vereinbartes Abkommen von der aktuellen Administration
zur Kenntnis genommen werde, bisher aber ignoriert wurde. Mahnt zugleich,
dass eine weitere Verzögerung der Restaurierungsarbeiten an diesem
Turm die Kosten um ein Mehrfaches erhöhen würde.
* Aus JSR Nr.348/18.8.04 erfahren wir, dass am 15. August d. J. am Stadtrand
von Schäßburg, Ausfahrt Richtung Schaas, die Einweihung einer
Gedenkstätte erfolgte, die den Ort markiert, wo vor 15 Jahren, genauer,
am 23.12.1989 drei junge Männer aus Schaas, Martin Wultschner, Paul
Wultschner und Michael Rimner Opfer der Ereignisse jenes Dezembers wurden.
Dr. Hans Klein, Bischofsvikar der Evang. Kirche A.B., hielt die Andacht
und nahm, auch in Anwesenheit von Familienangehörigen der Opfer,
die Einweihung des von Bildhauer Wilhelm Fabini entworfenen Denkmals vor.
Zugegen waren Geistliche der orthodoxen und reformierten Kirche, die Bürgermeister
von Schäßburg und Trappold, Bürger der Stadt und viele,
noch in Schaas wohnende und auch auf Besuch weilende/Schaaser. Musikalisch
umrahmt wurde die Einweihungsfeier von der kleinen, aber feinen Bläsergruppe
der reformierten Kirche Weißkirch.

Das Denkmal an der Schaaser Straße - foto: D. Moyrer

Die Gedenktafel - Foto: D. Moyrer
* Letztes größeres Ereignis dieses Sommers war das IV. „ProEtnica“-Festival
vom 26.¬–29. August. Die Tage der ethnischen Gemeinschaften
Rumäniens wurden wie bisher organisiert vom Interethnischen Jugendbildungs¬zentrum
Schäßburg, mit Unterstützung des Bürgermeisteramtes.
Beteiligt haben sich über 650 Vertreter fast aller nationalen Verbände,
Vereine, Unionen, Gruppierungen, die auf rumänischem Boden koexistieren,
einschließlich der zahlenmäßig größten Ethnie
der Zigeuner.
* Die III. Auflage des Internationalen Jugendlagers von Dinkelsbühl
vereinte Teilnehmer aus allen verbrüderten und Partnerstädten:
Guerande (Frankreich), Porvoo (Finnland), Stribro (ehemals Mies, Tschechien)
und Schäßburg. Die Kosten der Teilnahme unserer 12 Vertreter
wurde materiell getragen von der HOG, dem Bergschulverein und dem Bürgermeisteramt
des Gastgebers.
* Prinz Charles, Kronprinz von Großbritannien, mischt sich wieder
ein in Siebenbürgen, in gutem Sinn. Geplant ist ein Treffen mit dem
Präsidenten Ion Iliescu in Schäßburg, im Beisein von Vertretern
der UNESCO und der Weltbank, mit dem Ziel, neue Geldquellen ausfindig
zu machen für die Restaurierung der Burg, aber auch weiterer sächsischer
Baudenkmäler in Siebenbürgens Süden.
* Der „Blaue Pfeil“, die Zugverbindung zwischen Hermannstadt
und Schäßburg, wurde storniert; neun Fahrgäste pro Zuggarnitur
rechtfertigten eine Weiterbetreibung nicht. Hingegen eine positive Nachricht:
Die Modernisierungsarbeiten am Schäßburger Bahnhof sind im
September angelaufen, mit dem Ziel, diesen „in einen Euro-Bahnhof
umzuwandeln“. Die hierzu vorgesehenen 2 Millionen E sollen innerhalb
von 20 Monaten verbaut werden, so dass wir ab Mai 2006 am „Eurobahnhof“
dem Zug entsteigen können.
* Der Autohersteller (Pkw) Dacia Pitesti hat in Schäßburg eine
modern ausgestattete Vertretung eröffnet. Gleichzeitig wurde der
neue Autotyp „Logan“ (Preislage zwischen 5700 und 8000 E,
je nach Ausstattung) vorgestellt.
* Die „Pfadfinder“ (cercetasii) unternahmen im Sommer eine
Reise nach Baden-Württemberg.
* Am 16.8.2004 hatten interessierte Schäßburger die Gelegenheit,
fünfzehn Oldtimer (Baujahre 1920–1928) zu bestaunen, die auf
einer Südosteuropa-Rallye auch unsere Stadt an¬fuhren.
* Schäßburgs Einwohner sind zu 60% weiblich, dann müss¬te
der Rest von 40% wohl männlich sein. Die massive Überzahl weiblicher
Landsleute vor 1989, als die vorhandene Leichtindustrie mehrheitlich Frauen
beschäftigte, hat sich inzwischen normalisiert.
* Das Leistungszentrum des rumänischen Handballs (Centru olimpic
de excelenta) soll nächstens starten. Nächstens, da der Noch-Ministerpräsident
A. Nastase anwesend sein will (und nebenbei ein wenig Wahlpropaganda machen
möchte), aber noch keinen Termin bekanntgegeben hat. Sitz des Zentrums
soll das Volksbadgebäude sein.
* Zur Buchpräsentation „Sighisoara–Schäßburg–Segesvár“
lud das deutsche Lokalforum ein. Warum das Forum? Weil dieses die Druckle¬gung
und das Erscheinen dieses Buches finanziert hat. In Anwesenheit des Autors,
Herrn Dr. Gheorghe Baltag, wurden die zahlreich erschienenen Gäste
von Harald Gitschner, dem Forumspräses, begrüßt. Es war
wich¬tig, ein neues Buch in rumänischer Sprache über Schäßburg
herauszugeben, das die Geschichte der Stadt wahrheitsgetreu wiedergibt
und es sei ein Glücksfall, dass das Buch von einem Nichtdeutschen
geschrieben wurde, meint Herr Gitschner. Karl Scheerer präsentierte
das Buch in deutscher Sprache, die qualifizierte Übersetzung ins
Rumänische besorgte Herr Viorel Rusu, die Rezension der Geschichtelehrer
Gheorghe Gavrila.

Buchpräsentation "Sighisoara, Schäßburg,
Segesvar" durch die
Vertreter des DFD (v.l.n.r) H. Gitschner, V. Rusu und K. Scheerer.
Foro: D. Moyrer
* Das Erscheinen dieses Buches, vorausgesetzt es wird gelesen, wird
manche Gräben, in den vergangenen Jahrzehnten aufgerissen, wieder
zuschütten. Für uns, jetzige und ehemalige Schäßburger
deutscher Zugehörigkeit, steht dieses Buch für eine Wiedergutmachung
nach 45 Jahren vergessener Stadt-Geschichte.
In 24 Ausgaben der Wochenzeitung „Jurnal Sighisoara Reporter“
(Nr. 335 bis Nr.358, von Mai bis Oktober 2004) blätterte:
Dieter Moyrer (München / Schäßburg)

Letztes Update:
2005-03-11
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