Eine Ode an die Breite bei Schäßburg
Ein Kleinod ist die Schäßburger „Breite“ mit
ihrer natürlichen Einzigartigkeit und urtümlichen Schönheit;
entstanden in einem Jahrhunderte langen Zusammenwirken, von menschlichem
Schöpfergeist und der Lebenskraft der Natur.
Es gibt heutzutage nicht viele Dinge, die dafür geeignet sind, Menschen
in ihrem tiefsten Inneren zu berühren. Je öfter wir auf die
„Breite“ kamen, desto besser konnten wir das dieser Gegend
innewohnende Wesen verstehen.
Zuerst waren wir fast kindlich begeistert von jedem Tier, jeder Pflanze,
die wir entdeckten. Doch mittlerweile haben wir Respekt vor der „Breite“
mit ihrer schweren Vergangenheit. Es ist allerdings nicht der Respekt
vor einem Vorgesetzten, sondern viel eher die Achtung einem liebenswürdigen
alten Menschen gegenüber, der unglaublich viel mitgemacht hat, und
der durch seine Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben so ganz nebenbei
die eine oder andere Lehre vermittelt.
Diese Weisheit, diese Geduld, sind es auch, die aus den alten Eichen auf
der „Breite“ sprechen. Jeder von diesen uralten Wächtern
hat seine eigene Geschichte, und sie alle gemeinsam haben eine Geschichte,
die auch unsere Geschichte ist. Erscheint es da nicht als unsere Pflicht,
diese Fläche mit ihren Bäumen, den Lehrern vergangener Zeiten,
in ihrer Gesamtheit zu schützen, zu erhalten für kommende Generationen,
die vielleicht wieder eine stärkere Beziehung zur Natur, von der
wir alle ein Teil sind, entwickeln können, als es den Menschen unserer
Zeit möglich war.
Wir sind jedenfalls dieser Überzeugung und froh, dass wir die Gelegenheit
hatten, die „Breite“ in all ihrer faszinierenden Schönheit
kennen zu lernen.
Unsere Dankbarkeit gilt allen denen, die uns diesen Aufenthalt –
auch wenn er uns jetzt als viel zu kurz erscheinen mag – ermöglicht
haben und denen, denen es gelungen ist, uns die Augen zu öffnen.
Doch nicht zuletzt deswegen sind wir ihnen zutiefst dankbar
Wir finden, dass man sich an der „Breite“ nie satt sehen kann,
und hoffen, dass es anderen Menschen auch so geht. Auf jeden Fall war
es uns eine große Freude, die „Breite“ mit ihren Menschen
ein kurzes Stück auf ihrem langen, beschwerlichen Weg zu begleiten.
Gedanken und Eindrücke von zwei Begeisterten: Markus Mittelstädt
und Marcus Hoffmann aus Neuruppin. Schäßburg, am 1. Juni 2004

Letztes Update:
2005-03-05
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