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HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
Schäßburg ist ein Schmuckkästchen!Unsere Stadt lebt / Konzerte von europäischem Niveau / Eine Menge Touristen von überall Wie schon seit Jahren fahre ich in jedem Jahr einmal „nach Hause“.
Nach zwei Wochen komme ich dann zurück, nach Hause in meine Wohnung.
Diesmal dauerte mein Besuch in der alten Heimat von Anfang bis Mitte August.
Es war ein ganz besonderer Urlaub.
Ich wiederhole mich, wenn ich wie vor Jahren, als ich meine Eindrücke
aus Schäßburg niederschrieb, feststelle: Man trifft weniger
den Misch oder Hans, aber immer noch den Mihai oder Ion oder Janos. Meine Erlebnisse diesmal. Ich fuhr am Samstag, über Groswardein – Klausenburg kommend, am späten Nachmittag in Schäßburg ein. Als alter Schäßburger dachte ich, nach Hause kommt man durch die Baiergasse. Das war ein kapitaler Fehler. Ab „Sigma“ kam ich nur im Schritttempo bis Zilinski. Jugendliche, Auto neben Auto. Es fanden gerade die „mittel¬alterlichen Tage“ statt. Erst am nächsten Tag machte ich mich zur Burg auf. Ich musste mich regelrecht durch die Menschenmassen durchwurschteln. Auf der Burg durften keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden. (Bravo! Vor einem Jahr soll das Bier unter dem Stundturm wie ein Bach hinunter geflossen sein.) Jugendliche aus allen Regionen des Landes, froh, begeis¬tert, ein Herz erfrischender Anblick. Geschlafen wurde in Zelten und vor allem in den Autos. Unwillkürlich stellte ich mir Dinkelsbühl vor, wie diese Stadt in jedem Jahr den Ansturm der Siebenbürger Sachen verkraften muss. Nach einem mich stark wurmenden Gang über den Burgplatz schickte ich mich schnell zum Heimgang an. Während meines diesjährigen Aufenthalts fand auch das „akademische Musikfestival“, zum 11. Mal, statt. Es wurden acht Konzerte veranstaltet, bei sechs war ich dabei. Musiker aus der Schweiz und Deutschland bieten Meisterkurse für Konservatoriumsstudenten aus dem In- und Ausland an. Die „Meister“ bekommen keinen Leu für ihre Kurse, und sie kommen immer wieder, seit Jahren, also muss dieses Festival was Besonderes sein. Die Meister bestritten die meisten Konzerte, zwei boten die Kursanten. Das Niveau war absolut EU-konform. Um nur einige Meister-Namen zu nennen: Alexandru Gavrilovici (Hauptinitiator des Festivals), Cordelia Höfer, Vladimir Lakatos, Andrea Kollé, Cipriana Gavrisiu und Götz Teutsch (Kronstädter). Ihnen allen kann nicht genug gedankt werden für ihren selbstlosen Einsatz. Es tut gut, so etwas in Schäßburg zu erleben. Wie sagte ich? Die Stadt lebt! In den Tagen las ich Dieter Schlesaks „Transsilvanische Reise“.
Er schreibt mir aus der Seele, ich dankte ihm mit einer großen Schäßburger
Ansichtskarte. Diesmal habe ich das „Pro-Etnica“-Festival nicht erlebt,
das Festival aller in Rumänien lebenden nationalen Minderheiten.
Am meisten bedauere ich, die Blasmusik aus dem Dorf Zece Prajini, „Fanfara
Ciocirlia“, nicht live gehört zu haben. Eine absolut erstklassige
Formation mit Weltruf. Gernot Wagner (Schweikheim)
Letztes Update: 2005-02-09 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de / http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg |