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HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
60 Jahre seit der DeportationJahr des Erinnerns Seit Jahresanfang erinnern Zeitungen und Fernsehen an Ereignisse, die
sich vor 60 Jahren zugetragen und vielen Millionen Menschen unermessliches
Leid oder den Tod gebracht hatten: die letzten blutigen Schlachten des
Zweiten Weltkriegs, die Bombardierung deutscher Städte, Vertreibung,
Zwangsarbeit, Gefangenschaft. Wir Siebenbürger Sachsen sind wahrlich
nicht verschont worden: Die ältere Generation weiß noch, wie
es war, als junge Männer gezwungen wurden, „freiwillig“
in den Krieg zu ziehen, und vielen haben sich die schweren Jahre nach
dem 23. August 1944 tief ins Gedächtnis eingeprägt. Die Angst
vor den Russen, die Angst vor einer unsicheren Zukunft, vor nächtlichen
Aushebungen, vor Verschleppung und Misshandlung war allgegenwärtig
unter den Deutschen damals. Und dann die Deportation... Fritz Breihofer
hatte 1994 einige Erlebnisberichte gesammelt und mit anderen Beiträgen
zu einem Band unter dem Titel „Die Deportation der Schäßburger
in die UdSSR“ zusammengefasst. Wir hatten in unserer vorigen
Folge aufgerufen, uns bisher nicht veröffentlichte Beiträge
zum Thema Deportation – Erinnerungsberichte, Tagebuchaufzeichnungen,
Fotos – für die „Schäßburger Nachrichten“
zur Verfügung zu stellen; das Echo blieb leider aus, wir mussten
uns selber um einige Beiträge bemühen. Liegt es daran, dass
die noch Lebenden ehemaligen Deportierten, wie uns eine Lehrerin sagte,
nicht mehr an diese für sie schreckliche Zeit zurück denken
wollen, dass sie damit abgeschlossen haben?
Horst Breihofer (Nürnberg)
Letztes Update: 2005-09-27 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de / http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg |