Eröffnung der Ausstellung „Aus Vergangenheit und Gegenwart
der Ev. sächsischen Gemeinde“ im Kreuzgang der Klosterkirche
Zum Werdegang:
Die Idee wurde im Jahre 2000 geboren: Dr. Daniel Zikeli und Walter Lingner
(HOG) machten dem Presbyterium den Vorschlag für die Verwendung des
Kreuzganges der Klosterkirche:
Mehrzweckraum für Ausstellungen der Ev. Kirchengemeinde.
Das Presbyterium nimmt den Vorschlag an und beschließt die Neugestaltung
aller Räumlichkeiten im Seitenschiff der Nordseite. Der Kreuzgang,
über viele Jahre als Lagerraum genutzt, wird in harter Arbeit der
fleißigen Presbyter: Andreas Christiani, Gerhard Baku, Annemarie
Iclozan, Wilhelm Kubanek, Günther Müller und natürlich
auch Erika Duma und Frau Melitta Demuth frei gemacht und der neuen Nutzung
zugeführt.
Es wird ein neuer Fußboden verlegt, die elektrische Installation
erneuert; Heizung und Fenster werden repariert und neu gestrichen.
Wilhelm Fabini entwirft die Möbel (Schränke, Vitrinen etc.).
Kurator Dieter König lässt die Möbel anfertigen.
Wilhelm Fabini sammelt in Kirche, Schule und alten Haushalten Exponate
für die Ausstellung, und Walter Lingner stellt den Großteil
des Bildmaterials zur Verfügung.

Hermann Baier und Dr. Daniel Zikeli im Kreuzgang - Foto:
Hannelore Baier
Die HOG Schäßburg trägt zur Finanzierung der Einrichtung
des Kreuzganges sowie mit Bilderrahmen und anderen Gegenständen maßgeblich
bei.
Zum Feinschliff und zur Fertigstellung der Ausstellung bringen dann in
der Endphase Theo Halmen und Hermann Baier ihr Können und Wissen
ein.

Ausstellung im Kreuzgang - Foto: W. Fabini
Heute ist die Ausstellung fast fertig, sie kann eröffnet werden,
auch wenn sie in den nächsten Jahren ergänzt, erweitert und
verbessert werden wird. Die Ausstellung ist der sächsischen Vergangenheit
und Gegenwart in Schäßburg gewidmet.
Zum Inhalt:
Die Ausstellung umfasst 5 zentrale Themen.
1. Kirche und kirchliches Leben
2. Schulwesen
3. Die Nachbarschaften
4. Vereine und Vereinsleben
5. Die Zünfte und das Handwerk
- Gleich neben dem Eingang: Zeittafel in Deutsch und Rumänisch.
- Schäßburger Persönlichkeiten (Namen und Beruf auch daneben
auf besonderen Listen).
- Büste von Georg Daniel Teutsch.
- Schrank mit alten kirchlichen Büchern, Zeitschriften, versch. Gegenständen
aus alter Zeit.
- Zwei große alte Bilder, wahrscheinlich aus 1700, der Kirche von
Zunftmeistern geschenkt.
- In der gegenüberliegenden Vitrine ein sehr wertvolles und altes
Messgewand.
- Nach links, auf beiden Seiten, ist die Vergangenheit des Schulwesens,
im Besonderen der Bergschule, dargestellt
- Büste von Hermann Oberth, von dem Künstler W. Fabini hergestellt.
- Ein Schrank, zwei Tische mit Urkunden versch. Art., alte Schulbücher
und Bücher aus der Bibliothek der Schule, ein alter Himmels- und
ein alter Erdglobus; dann verschiedene Fotos von Schülerklassen,
dem Coetus und Lehrerkollegien.
- Es folgen die Nachbarschaften. Ausgestellt sind Nachbarschaftsladen,
Akten, Statuten, Protokolle, Stempel, Bekanntmachungen, Nachbarschaftszeichen,
Krüge u. a. Gegenstände aus der Geschichte der Nachbarschaften.
- Anschließend folgen dann die Vereine, deren Schäßburg
zeitweilig 24 an der Zahl hatte. Besonders dargestellt sind die musikalischen
Vereine mit Programmen, Plakaten, Noten (viele handgeschrieben), Liederheften,
Partituren und natürlich einigen Musikinstrumenten. Von besonderer
Bedeutung waren auch die Feuerwehr und der Verein für Sieb. Landeskunde.
- Es werden schließlich die Zünfte (es hat zeitweilig 31 gegeben)
und das Handwerk durch Erzeugnisse der Zünfte, Bilder, Zeitungen,
einer Verfassung u. a. m. dargestellt.
- Wertvolle Reproduktionen von Ölgemälden des Ludwig Schuller
aus dem 18. Jahrhundert schmücken die Wände.
Zum Abschluss möchte ich von Herzen allen danken, die zu dem Zustandekommen
dieser Ausstellung beigetragen haben, allen voran Herrn Prof. Wilhelm
Fabini, Dipl.-Ing. Walter Lingner und Dr. Daniel Zikeli.
Eröffnung:
Wir eröffnen heute, den 29. Mai 2005, diese Ausstellung und machen
sie dem Publikum zugänglich. Sie entspricht noch nicht voll und ganz
unseren Vorstellungen und Ansprüchen. Darum werden wir auch weiter
ständig daran arbeiten und sie erneuern und verbessern.
Möge sie jetzt schon einen Blick in die bewegte, aber auch bedeutende
Vergangenheit unserer Stadt und unserer Vorfahren ermöglichen und
bei dem Betrachter ein Gefühl der Wertschätzung und bei den
Schäßburgern das Gefühl des Stolzes erwecken, gleichzeitig
aber auch das Vertrauen in die Gegenwart und Zukunft dieser Stadt vermitteln.
Gott möge sie segnen und beschützen!
Hermann Baier (Schäßburg)

Letztes Update:
2005-10-16
- Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de
/ http://www.schaessburg-net.de
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