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HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
Zum Gedenken an die DeportationPodiumsgespräch, Gottesdienst und Gedenkfeier in Ulm Zur Erinnerung an die Verschleppung deutscher Frauen und Männer
aus den südosteuropäischen Ländern in die Sowjetunion im
Januar 1945 fanden in Ulm am 14. und 15. Januar 2005 eindrucksvolle Gedenkfeiern
statt. Der erste Abend war einer Podiumsdiskussion im Saal des donauschwäbischen
Zentralmuseums gewidmet. Einige hundert Zuhörer lauschten den Gesprächen,
die von Frau Anita Schlesak, Hörfunkjournalistin vom Studio Ulm des
SWR, moderiert wurden. An den Darlegungen beteiligten sich: Dr. Renate
Weber und Prof. em. Dr. Dr. Georg Weber (Münster), Hannelore Baier
(Hermannstadt), Dr. Paul Polian (Freiburg, Moskau), Dr. Zoran Janjetovic
(Belgrad), Kornel Kwieczinsky (Ulm), Johann Stein (Göppingen), Ignaz
Bernhard Fischer (Temeswar). Anschließend an die Beiträge der
oben genannten Teilnehmer schilderten mehrere Zuhörer aus dem Publikum
ihre Erlebnisse aus der Zeit der Deportation. Am zweiten Tag fand die Gedenkfeier in der Ulmer Donauhalle statt, an der über 800 Personen teilnahmen. Einem besinnlichen ökumenischen Gottesdienst folgten mehrere Reden: Ivo Gönner, Oberbürgermeister von Ulm; Bernhard Krastl, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der anater Schwaben; Erika Steinbach, MdB, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen; Heribert Rech, MdL, Landesbeauftragter für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler, Innenminister von Baden-Württemberg; Volker Dürr, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen. Eine umfangreiche Dokumentationsausstellung mit Bildern, Karten und
Gegenständen aus der Zeit der Deportation veranlasste die Besucher,
in stiller Betrachtung der längst vergangenen Jahre des Leids zu
gedenken. In einem Bericht in der „Neu-Ulmer Zeitung“ stand über den Beitrag unseres Landsmannes Kornel Kwieczinsky zum Podiumgespräch: „Der Zeitzeuge Kwieczinsky, der Tag für Tag fünf Jahre lang in einem Bergwerk in der Ukraine mit einer Spitzhacke Kohle aus den Wänden schlagen musste, bezeichnet seine Zeit im Lager als ‚meine Jugend hinter dem Stacheldrahtzaun‘. Befragt, warum er überleben konnte, sagte er: 'Unsere Jugend hat uns geholfen'.“
Letztes Update: 2005-09-27 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de / http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg |