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HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
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Zum GeleitÜberlegungen, Verlobungszeit, Entschluss: Städtepartnerschaft Dinkelsbühl – Schäßburg Nun ist es also tatsächlich geschehen – Dinkelsbühl und Schäßburg sind eine Städtepartnerschaft eingegangen. „Es musste ja so kommen“, werden sich manche denken, die das vorsichtige Abtasten und „Anbandeln“ in den letzten Jahren miterlebt, mit begleitet und auch tatkräftig unterstützt haben. Tatsächlich hat das Eingehen einer Städtepartnerschaft viele Ähnlichkeiten mit dem Eingehen einer Ehe – gegenseitige Besuche und Überlegungen wie „passen wir überhaupt zusammen“, Verlobungszeit und schließlich der weit reichende Entschluss. Dazu noch die guten Ratschläge von Freunden und Bekannten, Aufmunterung und Unterstützung.
Hier kommt natürlich die Heimatortsgemeinschaft Schäßburg ins Spiel. Wenn auch ihre Treffen bisher nicht in Dinkelsbühl stattfanden, sind die Schäßburger doch keine Unbekannten. Schließlich kommen sie seit vielen Jahren zu den Treffen an Pfingsten in unsere Stadt. Und sie haben uns ermuntert und angestoßen, den Weg in Richtung auf eine Städtepartnerschaft hinzugehen. Die Kontakte nach Rumänien gehen bis in die Mitte der 80er Jahre zurück, noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Wende in Osteuropa. Damals besuchte eine Gruppe von Stadträten mit Bürgermeister Dr. Walchshöfer zusammen Schäßburg. Nach diesem ersten Besuch hat der Rotary-Club immer wieder geholfen, die evangelische Kirchengemeinde Dinkelsbühl unternahm 2001 eine Fahrt nach Siebenbürgen, der sich auch eine „offizielle“ Delegation mit Oberbürgermeister Otto Sparrer anschloss, es haben sich auf privater Basis Beziehungen entwickelt, Abordnungen des Schäßburger Stadtrates wa¬ren in Dinkelsbühl, junge Menschen haben sich bei internationalen Jugendcamps getroffen, ein Freundeskreis Dinkelsbühl–Sig¬hios¸ara hat sich gegründet und schließlich habe ich der Stadt im Karpatenbogen auch selbst einen Antrittsbesuch abgestattet. Dies ist also die Chronologie des Kennenlernens.
Bei meinem Aufenthalt in Schäßburg im Juli dieses Jahres habe ich herzliche Gastfreundschaft erfahren dürfen und Kontakte auf sozialer, wirtschaftlicher und politischer Ebene knüpfen können. Es wird immer wieder betont, wie groß die Ähnlichkeiten zwischen beiden Städten seien. Angefangen von der mittelalterlichen Stadtanlage, dem dichten Bestand historischer Gebäude und der touristischen Bedeutung. So wird Schäßburg oft als das „Rothenburg Siebenbürgens“ apostrophiert. Das muss sich freilich noch ändern, ich plädiere jedenfalls für das Prädikat „Dinkelsbühl Siebenbürgens“. Ich habe auch gespürt, dass die Zeit einfach reif war, die in langen
Jahren gewachsenen freundschaftlichen Beziehungen in die offizielle Form
einer Städtepartnerschaft zu gießen.
Wir sind in den vergangenen Jahren neugierig geworden, auf das Land,
das über 800 Jahre Ihre Heimat war, neugierig auf Ihre Lebensumstände
und ihre Heimatstadt. Dr. Christoph Hammer
Letztes Update: 2006-02-08 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de / http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg |