Schäßburg und Dinkelsbühl
beschließen Städtepartnerschaft
Die Stadträte der beiden seit Jahren befreundeten Städte beschlossen
am 25. Oktober 2005 in Schäßburg bzw. am 4. November 2005 in
Dinkelsbühl, jeweils einstimmig, die Städtepartnerschaft einzugehen.
Der Stadtrat von Dinkelsbühl entschloss sich in einer öffentlichen
Sitzung im Konzertsaal der mittelfränkischen Stadt, die im Laufe
der vergangenen Jahre des Kennenlernens gewachsene Zusammenarbeit auch
auf die offizielle Basis einer Partnerschaft zu stellen. Es war kein Zufall,
dass die Beschlussfassung auch im Rahmen der traditionellen gemeinsamen
Sitzung mit dem Bundesvorstand der Landsmannschaft der Siebenbürger
Sachsen stattfand. Das von Dipl.-Ing. Arch. Volker Dürr, dem Bundesvorsitzenden
der Landsmannschaft, angeregte Projekt einer Städtepartnerschaft
hatte, wie Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer in seiner Begründung
hervorhob, „viele Väter und helfende Hände“ wie
seine Amtsvorgänger Dr. Jürgen Walchshöfer und Otto Sparrer.
Man gehe eine Partnerschaft dieser Art ein, wenn sie von den Bürgern
beider Städte getragen werde. So waren es auf deutscher Seite der
Rotary Club, der im letzten Jahr gegründete Freundeskreis Dinkelsbühl
– Schäßburg/Sighis¸oara (1. Vorsitzender Dr. Walchshöfer),
als Vertretung der vielen siebenbürgischen Neubürger die Kreisgruppe
der Landsmannschaft (Vorsitzender Stadtrat Johann Schuller) sowie die
HOG Schäßburg.
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| OB Dr. Hammer mit Dechant Stadtpfarrer Hans Bruno
Fröhlich - Foto: H. Theil |
Im Portal des Münsters: Ansprache OB Dr. Hammer,
vor der Enthüllung der Gedenksteine - Foto: H. Gitschner |
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| Begrüßung im Ev. Pfarramt - Foto: H. Theil |
Dr. Hammer und Herr Kiesel zu Besuch im Ev. Pfarramt
- Foto: H. Theil |
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| Im Pfarrgarten "Schinzken" - Foto: H. Theil |
Die im Pfjaster eingelegten Gedenksteine - Foto:
H. Gitschner |
Wie in den letzten Folgen der Schäßburger Nachrichten dokumentiert
wurde, begleitet die HOG – Heimatortsgemeinschaft – Schäßburg
e.V. das Projekt einer Städtepartnerschaft Dinkelsbühl –
Schäßburg von Anfang an mit viel Sympathie und unterstützt
im Rahmen der Möglichkeiten vorbereitende Aktionen in beiden Städten.
Die viel beschworene Brückenfunktion haben wir entschlossen angenommen
und in der Podiumsdiskussion im Rahmen des Heimattages 2003 begründet.
Zu Beginn der Sitzung berichteten Oberbürgermeister Dr. Christoph
Hammer und Hauptamtsleiter Manfred Kiesel in einem locker gehaltenen Diavortrag
über den Antrittsbesuch vom 1.– 4. Juli 2005 in Schäßburg,
einer Stadt mit vielen historischen Parallelen zu Dinkelsbühl. Obwohl
dicht gedrängt, vermittelte das Besuchsprogramm eine umfassende Darstellung
Schäßburger Gegenwart: Begrüßung im Rathaus durch
Bürgermeister Ing. Joan Dorin Da?nes¸an, Rundgang auf der Burg,
Schulgasse – Umweg – Friedhof –Bergkirche (Messerschmitt-Stiftung)
– Bergschule (Hermann-Niermann-Stiftung) – Schülertreppe,
Besuch des Städtischen Museums im Stundturm, Gottesdienst mit Abendmahl
in der Klosterkirche, Museum der Ev. Kirchengemeinde im Kreuzgang, „Pflegenest“
der Diakonie, Pfarrhof, das Werk der Parat-RO, die Sozialstation der Orthodoxen
Kirche. In Gesprächen mit Stadträten aller Fraktionen, mit deutschen
und rumänischen Unternehmern, mit Dechant Hans Bruno Fröhlich
und Presbytern, mit dem orthodoxen Popen Ovidiu Dan und Bürgern konnten
sich die Besucher aus Dinkelsbühl ein aktuelles Bild von den Realitäten
und Hoffnungen der Schäßburger machen. Neben den ideellen Zielen
einer Städtepartnerschaft kamen auch wirtschaftliche Aspekte zur
Sprache. Stellvertretend für den aufstrebenden Tourismus, Hotellerie
und Gastronomie stellten sich vor das Hotel Sighis¸oara in der Schulgasse,
das Restaurant „Casa Wagner“, die Höhengaststätte
Villa Franka, Hanul Dracula und das „Haus mit dem Hirschgeweih“.
Auf der Fahrt zum Hermannstädter Flughafen wurde die berühmte
Birthälmer Kirchenburg besichtigt.
Begleitet wurde die kleine Delegation von Gastgeber Bürgermeister
Da?nes¸an mit Michaela Türk, Stadtrat und Forumsvorsitzender
Harald Gitschner, Schuldirektor a.D. Hermann Baier sowie den angereisten
gebürtigen Schäßburgern Dr. Christoph Machat, Vorsitzender
des Kulturrates der Siebenbürger Sachsen, und Dipl.-Ing. Hermann
Theil, stellv. Vorsitzender der HOG Schäßburg.
In einem zweiten Lichtbildvortrag schilderte Wilfried Birkmann den erlebnisreichen
Aufenthalt der von ihm begleiteten sieben Dinkelsbühler Jugendlichen
im Jugendcamp von Schäßburg.
Die Schönheit der mittelalterlichen Stadt, die seit 1999 auf der
UNESCO-Weltkulturerbeliste steht, und die herzliche Gastfreundschaft der
Schäßburger rundeten den insgesamt positiven Eindruck ab, der
OB Dr. Hammer zu der Empfehlung an den Stadtrat bewog, der Städtepartnerschaft
zuzustimmen.
Hermann Theil (Weinsberg)

Letztes Update:
2006-04-14
- Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de
/ http://www.schaessburg-net.de
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