HOG-Schäßburg / Siebenbürgen

Kurt Werner Müller, 72 Jahre

verstorben am Freitag, den 10.02.2006 beerdigt am Sonntag auf dem Bergfriedhof am 12.02.2006


Kurt Werner Müller

„Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ (Daniel 9,18 à Wochenspruch Sonntag Septuagesimae)
Der verlesene Bibeltext stammt aus dem Bußgebet des Propheten Daniel und stellt uns einen wesentlichen Aspekt unsers menschlichen Daseins vor Augen: vor Gott gilt nicht unsere Gerechtigkeit, sondern seine – Gottes – Barmherzigkeit. Nur im Gebet, welches aus dem Glauben kommt, können wir diese Barmherzigkeit gleichsam erbitten. Wir sind voll und ganz ihm – Gott – ausgeliefert. Daraus folgt aber gerade NICHT fatalistische Schicksalsergebenheit, sondern Geborgenheit bei Gott. Geborgen in der Barmherzigkeit Gottes – das ist ein gutes und angenehmes Gefühl.
Wenn wir im Angesicht des Todes nach dem was Halt gibt fragen, dann kann es nur dies sein: auf die Barmherzigkeit Gottes und nicht auf die eigene Gerechtigkeit vertrauen. In dieser Barmherzigkeit Gottes, wollen wir unsern heimgegangenen Bruder Kurt Werner Müller geborgen wissen. Der Barmherzigkeit Gottes wollen wir die leidgeprüfte Familie – die Ehefrau und den Bruder Horst mit seiner Familie – anbefehlen.
Kurt Werner Müller war ein Mann, der nicht gerne im Vordergrund stand. Um so mehr konnte man aber auf seine Zuverlässigkeit bauen, mit welcher er seine Arbeit im Hintergrund erledigte: sei es seinerzeit bei der Gründung des Demokratischen Forums, im Bergschulverein oder in der Messerschmitt-Stiftung.
Am 16.02.1933 erblickte Kurt Werner Müller hier in Schäßburg das Licht der Welt als zweiter Sohn der Eheleute Georg Müller und der Maria geb. Hartel. Er verbrachte eine wohl behütete Kindheit in Schäßburg und in Kreisch, wo die Familie ein Geschäft besaß. Er besuchte hier in Schäßburg die Volksschule und das Gymnasium. Kurt Müller machte sein Hobby zum Beruf: er wurde Buchhalter. An einem einzigen Arbeitsplatz – nämlich in der Fayence-Fabrik – arbeitete er bis zum Eintritt in den Ruhestand.
Am 28.04.1962 heiratete er Irene geb. Klein. Ehepaar Müller hatte keine Kinder.
Nach dem Eintritt in den Ruhestand setzte er sich in Treue für unsere Gemeinschaft ein. Seine ausgezeichnete buchhalterische Qualifikation und seine menschlichen Fähigkeiten gaben den Vereinen, in welchen er aktiv mitwirkte eine Gediegenheit und Seriosität, die ihresgleichen sucht.
Eine unbarmherzige Krankheit – es war der Krebs – entriss ihn jäh diesem Leben. Eine Operation konnte keine nennenswerte Ergebnisse bringen. Zumindest hatte er keine großen Schmerzen.
Gott nehme ihn in seiner großen Barmherzigkeit auf und schenke ihm eine selige Ruhe.

Hans Bruno Fröhlich (Schäßburg)


 

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Letztes Update: 2006-08-26 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg