HOG-Schäßburg / Siebenbürgen

 

Ausstellungen beim Schäßburger Treffen 2006

Die nun schon zur Tradition gewordene Idee, Schäßburger Künstlern die Gelegenheit zu geben, ihre Werke auszustellen, ist gut und sollte weiter beibehalten werden. Zwischen den Gesprächen und Veranstaltungen und Programmpunkten des Treffens ist immer auch Zeit und Gelegenheit, Bilder zu betrachten oder mit den Künstlern ein paar Worte zu wechseln, ja vielleicht gar eines ihrer Werke zu erwerben. Und dass man dazu nicht weite Wege gehn muss, in weiter weg gelegene Räumlichkeiten etwa, ist auch der Geschlossenheit der Veranstaltung dienlich. Nur sollte man bei der in diesen Räumlichkeiten stellenweise herrschenden Düsternis für bessere Ausleuchtung sorgen, dass man die Bilder richtig hängen, gut sehen und erkennen kann.


Die ausstellenden Künstler waren (in alphabetischer Reihenfolge): Friedrich Eberle mit seinen exakt gemalten Schäßburger Stadtansichten, der Landschaftsmaler und Aquarellist Adolf Kroner mit Tochter (!), der etwas jüngere Zeichner, Maler und Bildhauer Alexander Mathias, Inge Wagner und Herta Wolff-Zintz. Dazu waren die Fotoausstellungen „Alteichen“ von Rainer Barthel und neue Porträts von „Schönen Schäßburgerinnen“ von Günter Czernetzky im Kleinen Schrannensaal zu sehen. Auch ein paar Gruppenbilder aus alter Zeit hingen im Kleinen Schrannensaal. Das ist auch eine gute Idee: Solange noch Schäßburger leben und zum Treffen kommen, sollte man die Gelegenheit nutzen und wenn nicht von allen, so doch von möglichst vielen der Abgebildeten Namen und Beruf von den ältesten Schäßburgern erfragen, festhalten und aufschreiben. Erfreulich jung und moderner wirkten die Bilder der Tochter von Adolf Kroner. Geht sie fleißig neben ihrem Vater eigene Wege, würden wir uns freuen, sie auch – wie die meisten anderen Künstlerinnen und Künstler – in den Schäßburger Nachrichten etwas ausführlicher vorzustellen.

Weniger erfreulich fanden wir die Tonart eines Kunstkritikers, dem sein Temperament durchging, als er eine der eingeladenen Ausstellerinnen vor ihrer Familie, vor Freunden und den zufällig Anwesenden öffentlich ohne jeden Respekt „zur Schnecke“ machte, ihre Arbeiten als „Kitsch und Schrott“ abqualifizierte. Wenn die Arbeiten seinem absoluten Maßstab nicht entsprechen, könnte man das anders zum Ausdruck bringen. Die Künstlerin hat mehrere ihrer Zeichnungen für hohe Preise verkauft und ist zu einer größeren Einzelausstellung im Frühjahr aufgefordert worden. Die Lateiner sagten etwas von „De gustibus..."

Hans Orendi, Mülheim

 

 

 

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Letztes Update: 2007-03-04 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg