HOG-Schäßburg / Siebenbürgen

Nachruf Josef Fritsch

Josef Johann Fritsch (uns Schäßburgern als Seppi oder „Spagetti“ bekannt) verstarb am 21. Februar 2007, nur wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag, infolge eines schweren Leidens im Krankenhaus zu Stuttgart. Er war als Urgestein dieser Gemeinschaft ein herzhafter und engagierter Mitstreiter unserer Heimatortsgemeinschaft.
Die Beisetzung fand am 27.2.2007 auf dem Friedhof in Hoheneck/ Ludwigsburg statt.

Josef Fritsch wurde am 26. März 1932 in Schäßburg, in der Baiergasse, geboren. Dort ist er mit drei Geschwistern aufgewachsen, hat früh den Ernst des Lebens kennen lernen müssen, indem er fleißig im Gasthaus seiner Eltern mithalf.
Knabenschule und Berufsschule machte er in Schäßburg und erlernte anschließend in der Maschinenfabrik „Daniel West & Söhne“ den Beruf eines Maschinenschlossers. Dank seiner besonderen organisatorischen und technischen Fähigkeiten wurde er bei der Übernahme des Betriebes vom staatlichen Maschinenbau - Unternehmen „Nicovala“ zum Technischen Qualitätskontrolleur ernannt. Diesen Beruf übte er bis zu seiner Auswanderung 1978 aus.
Er war begeisterter Sportler, einer der besten Eiskunstläufer in Schäßburg. Es fehlte nur die qualifizierte Anleitung und Förderung, sonst hätte er eine steile Karriere machen können. Als Fußballer verletzte er sich so schwer, dass er jahrzehntelang an dieser Verletzung litt. Eine nicht heilende Wunde am Knöchel führte dann zur Abnahme des Beines.
Er heiratete 1956 Edith, geb. Filpes. Sie haben zwei Söhne, Seppi und Rudi, sowie eine Tochter, Karin, die ihnen nach der Ausreise nach Deutschland sechs Enkelkinder schenkten. Kinder und Enkelkinder haben sich in Deutschland so gut entwickelt, dass er immer wieder mit Stolz von deren Leistung und Einbringung in der neuen Heimat erzählte.
Arbeit fand Josef Fritsch in Zuffenhausen bei der Weltfirma „Porsche“.
Nach dem Eintritt in den Ruhestand ist er mit seiner Frau nach Pforzheim umgezogen, wo er es liebte, im Wald spazieren zu gehen.
Er war ein sehr engagierter Schäßburger. „Hilfe zur Selbsthilfe“ für seine in Schäßburg verbliebenen Landsleute und Arbeitskollegen lagen ihm am Herzen.


Lagebesprechung im Bürgermeisteramt zur H. Oberth-Feier:
v.l.n.r.: Josef Fritsch, Vizebürgermeister Dr. Ovidiu Capatina, Wolfram Theil,
Bürgermeister Constantin Stefanescu, Walter Lingner
Bildarchiv: Walter Lingner

Bei der Gründung der Heimatortsgemeinschaft Schäßburg 1993 in Bad Mergentheim war er auch dabei, stellte sich zur Wahl des Vorstandes und übernahm das Fachreferat „Humanitäre Hilfe“, das er mit Hingabe und Leidenschaft bis 1997 innehatte. Er war in Schäßburg bekannt und wurde von Freunden, Bekannten und Würdenträgern geschätzt. Überall kam er gut an und konnte so seinem und unserem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ Leben verleihen.

Besonders zu erwähnen sei sein Einsatz bei der Ehrung von Hermann Oberth, als 1994 zu dessen 100. Geburtstag eine Feier im Beisein von amerikanischen Astronauten sowie russischen und rumänischen Kosmonauten stattfand. Der Marktplatz wurde „Hermann-Oberth-Platz benannt und an der oberen Marktzeile eine Büste aufgestellt
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Wir trauern um einen guten Freund und Landsmann. Wir werden unserem Seppi Fritsch ein ehrendes Andenken bewahren. Gott sei ihm gnädig!

Walter Lingner (Düsseldorf)



 

 

 

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Letztes Update: 2007-09-22 - Adresse dieser Seite: http://www.hog-schaessburg.de http://www.schaessburg-net.de © 2000 by kdg