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HOG-Schäßburg / Siebenbürgen |
IN MEMORIAM EMMA ZEBLI
Am 8. März 2007 verstarb im „Heimathaus Siebenbürgen“ auf Schloss Horneck in Gundelsheim nach langer und schwerer Krankheit Emma Zebli, geb. Schneider, den meisten Schäßburgern als Emmitante aus dem deutschen Kindergarten vom „Hämchen“ bekannt. Sie wurde am 13. März 2007 in Schorndorf zu Grabe getragen. Emma Zebli wurde am 26. Dezember 1911 in Tekendorf bei Sächsisch Reen geboren. Ihre Kindheit und Schulzeit verbrachte sie in Reen. Ihr sehnlichster Wunsch war, Kindergärtnerin zu werden. Sie besuchte in Kronstadt einen einjährigen Kurs für Pädagogik an der „Adele Zay“-Schule und konnte ihren Beruf in Reen von 1931 bis 1934 ausüben. Als ihre Stelle wegen Kindermangel aufgelöst wurde, bewarb sie sich in Schäßburg um einen Posten in dem deutschen Kindergarten, den sie im Herbst 1935 antreten konnte. Aber schon im Herbst des Jahres 1936 verlassen musste sie ihn verlassen, weil sie das „Rundschreiben Nr. 924“ der Landeskirche, das jede politische Parteinahme in kirchlichen Einrichtungen untersagte, nicht unterschrieben hatte. In Schäßburg lernte Emma Schneider Wilhelm Zebli kennen, den sie 1938 heiratete. Der Familie wurden zwei Töchter, Wiltrud und Ingrid, geboren. Eine günstige Anstellung ihres Mannes bewog die Familie zu einem Aufenthalt in Bukarest, wo Emma Zebli auch als Hauslehrerin tätig war. Die Kriegswirren brachten sie wieder nach Schäßburg zurück. 1945 wurde ihr Mann nach Russland deportiert, woher er erst am 17. Dezember 1949 zurückkehrte. Emmi Zebli gelang es zunächst, einen Privatkindergarten einzurichten. 1948, nach der Schulreform, kehrte sie in den nun staatlichen Kindergarten am Hämchen zurück. Um die Stelle behalten zu können, musste sie noch einen vierjährigen außerschulischen Lehrgang an der Pädagogischen Schule in Hermannstadt belegen. Emmitante hat ihren Beruf mit Begeisterung und viel Hingabe bis 1968 ausgeübt und in diesen 20 Jahren viele Schäßburger Vorschulkinder betreut. Sie war eine begnadete Kindergartentante, die „Emmitante“ schlechthin. Unvergesslich sind ihre vielen „Feste“, die sie mit den Kindern im Fasching und besonders am Schuljahrende veranstaltete. Sie ist dem Kindergarten bis zu ihrer Pensionierung treu geblieben, während die meisten ihrer Kolleginnen kamen und gingen. Im November 1974 wanderte sie mit ihrem Mann in die Bundesrepublik Deutschland aus, wo sie in Schorndorf eine neue Heimat fanden. Sie haben hier Aussiedler betreut und die Kreisgruppe der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen gegründet, wofür beide nach 20 Jahren die Daimler-Medaille empfingen. Bis in ihr hohes Alter waren sie auf vielen Gebieten der Kultur tätig. Viele Schäßburger und vor allem ihre Zöglinge aus dem Kindergarten bewahren Emma Zebli, ihrer „Emmitante“, ein ehrendes Andenken. Requiescat in pace!
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